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Bild: CDU / Carola Gärtner

Messe Wächtersbach – verhaltene Zuversicht zu den Planungen für das Jahr 2021

am 12.01.2021

Vor Anfang Februar keine Aussage zu einer verlässlichen Planung für 2021

Wächtersbach (WB/mg). Die Corona-Pandemie hat die Messe Wächtersbach 2020 verhindert. „So konnte unsere Wächtersbacher Messe nach über 70 Jahren zum ersten Mal – aufgrund der Pandemie – nicht stattfinden“, erinnern Ute Metzler, Geschäftsführerin der Messe Wächtersbach GmbH und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Weiher. Dabei habe man die Kosten für die Vorbereitung der alljährlich im Mai stattfindenden Verbrauchermesse, dank der besonderen Voraussicht und Sorgfalt, noch erträglich geringhalten können. Denn für eine solch umfangreiche neuntägige Veranstaltung, wie die Messe Wächtersbach, sind auf Monate hinaus schon Planungen gelaufen und damit auch Kosten entstanden.

Doch wie ist die Prognose für die Messe 2021 – im Hinblick, dass teilweise Vorbereitungen von mehr als einem Jahr für diese traditionelle und größte Verbrauchermesse Hessens mit einem Aktionsradius von über 100 Kilometern notwendig sind? Derzeit steht das Land unter einem verschärften Lockdown, die Impfaktionen sind angelaufen, eine Herdenimmunität wird in ca. einem Jahr erwartet. Aktuell sieht man seitens der Messe Wächtersbach GmbH keine Möglichkeit, vor Anfang Februar eine Aussage zu einer verlässlichen Planung für 2021 zu treffen.

Trotz der schwierigen derzeitigen Lage wolle man es sich weder einfach und bequem machen, und die Messe 2021 voreilig absagen; noch notwendige Entscheidungen einfach auf die lange Bank schieben. Vielmehr sei man bereits damit befasst, ein Konzept zu erarbeiten, welches einen „Re-Start“ der Messe 2021 ermögliche.

Umso unverständlicher sieht man die Berichterstattung von Parteien und politischen Gruppierungen. Darin wurde versucht, die Messe Wächtersbach insgesamt in Frage zu stellen und teilweise dubiose Verbesserungsvorschläge in den Raum zu stellen. Diese Initiativen dienen dazu, der Messe Wächtersbach zusätzlich zu dem Problem Corona-Pandemie Schaden zuzufügen und insbesondere das Messemanagement zu diskreditieren. Es muss jedem bewusst sein, dass die Messe Wächtersbach auf Grund der Pandemie eine schwierige Phase zu bewältigen hat, so wie auch alle anderen Messen in Deutschland. Das Messewesen liegt de facto am Boden und in Wächtersbach wird noch „nachgetreten“. Dies sollte doch allen Parlamentariern und die, die es noch werden wollen, vermittelt werden – so der dringende Wunsch der Messe-Geschäftsführung.

Der FAMA -Fachverband Messen und Ausstellungen-, hat in seiner Pressekonferenz Ende November 2020 dazu festgestellt: Durch Messen initiierte Produktionseffekte betragen für die heimisch Wirtschaft jährlich rund 28 Milliarden Euro. Die Messebranche sichert mehr als 230.000 Arbeitsplätze in der Hotellerie, der Gastronomie, im produzierenden Gewerbe oder bei Verkehrsbetrieben und im Handel. „Messen sind damit systemrelevant für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, so der FAMA. 

Die Geschäftsführung der Messe Wächtersbach GmbH sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Andreas Weiher, verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sie nicht nur für die alljährlich stattfindende neuntägige Verbrauchermesse verantwortlich zeichnet. Auch der von ihr geleitete Betrieb des Bürgerhauses wurde durch Corona schwer in Mitleidenschaft gezogen – durch die Einnahmeverluste wegen der Absage zahlreicher Veranstaltungen und Tagungen. Hinzu kommen die finanziellen Einbußen angesichts der zeitweisen Schließung der Gastronomie und die Einschränkungen durch die Abbrucharbeiten des angrenzenden alten Rathauses.

Die von der Messe Wächtersbach GmbH durchgeführten Veranstaltungen wie Kunsthandwerker-Markt, Leisenwälder Heiratsmarkt, Herbstmarkt und Weihnachtsmarkt wurden entweder aufgrund Corona abgesagt oder mit erheblichen finanziellen Verlusten durchgeführt. Weiterhin sind die Gastveranstaltungen auf dem Messegelände wie die Caravan-Tage, die internationale Zeltmesse, die WCV-Karnevalsveranstaltung „Zugrummel“, die MSC-Rallye und die Flohmärkte ausgefallen und haben zu finanziellen Verlusten geführt. Das Autokino auf dem Messegelände war zwar ein „Trost-Pflaster“ und fand große positive Resonanz bei der Bevölkerung, war aber kein finanzieller Erfolg, so die Bilanz der Messe Geschäftsleitung.

"Mit verhaltener Zuversicht blicken wir auf das Messejahr 2021 und hegen die Hoffnung, Anfang Februar 2021 eine stabile Basis für eine seriöse und verlässliche Planung zu erhalten", so die Messe-Geschäftsführung im Jahresausblick.

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