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Bild: Altstadtförderverein Wächtersbach

Klaus Kattenberg: „Am liebsten spiele ich Swing und Jazz“"

am 12.10.2020

Beim November-Stammtisch mit Charakterköpfen am 7. November ist Künstlerin Frederike Schürenkämper zu Gast

Wächtersbach (ea). Swing, Klassik, Rock, Tanzmusik, Klezmer – der musikalische Künstler Klaus Kattenberg aus Langenselbold hat viele Facetten. Einige davon lernte das Wächtersbacher Publikum bereits bei der Eröffnung der diesjährigen Kunstroute in Wächtersbach kennen, wo er am Lindenplatz aufspielte. Jetzt war er Gast beim „Stammtisch mit Charakterköpfen“ des Altstadtfördervereins Wächtersbach.

Nachdem er bereits in der Kindheit mit dem üblichen Blockflötenunterricht einen Einstieg in die Musik gefunden hatte, nahm er ab dem 15. Lebensjahr Klarinetten-Unterricht, mit 18 Jahren kam das Saxophon dazu, das aufgrund der Spieltechnik und des Mundstücks ein ganz ähnliches Instrument darstellt. Dies sind, wie er berichtete, bis heute seine Instrumente geblieben, mit denen er zu allen möglichen Gelegenheiten auftritt, wo in der Kirche, bei Festen oder privaten Feiern. In jungen Jahren spielte er diese Instrumente in zwei Bands, die sich vor allem der Unterhaltungs- und Tanzmusik verschrieben hatten. „Aber am liebsten spiele ich Swing und Jazz“, berichtete er. Parallel dazu sei er Ausbilder und Vizedirigent in einem Blasorchester gewesen.

Zunächst widmete er sich der Musik nebenberuflich, er arbeitete in einem Labor. Doch als die Firma ihren Betrieb einstellte, wurde er zum Solokünstler, seither verdient er sein Geld mit Musik, wenn das auch seit März, dem Beginn der Corona-Pandemie, sehr schwer geworden ist.

Als Vorbild zeichnet er den Saxophonisten Ben Webster. Und auch ein Konzert von Giora Feidman (Klarinette) hat Klaus Kattenberg bereits begeistert miterlebt. Damals, so erinnert er sich, habe er die Liebe zur Klezmer-Musik aus der Tradition des aschkenasischen Judentums entdeckt. Zusammen mit Christina Mark tritt er regelmäßig bei den Gedenkveranstaltungen an die Pogromnacht in Langenselbold auf – das nächste Mal am 12. November in Schloss Langenselbold. Christina Mark wird dabei wie immer Texte jüdischer Autorinnen rezitieren – in diesem Jahr von Hannah Szenes. Klaus Kattenberg wird dies mit der Klarinette musikalisch untermalen, man wird ihn als Klezmer-Musiker kennenlernen.

Das Konzert beginnt am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr im Schloss Langenselbold, der Eintritt ist frei (es ist eine Anmeldung erforderlich, Buchhandlung „Bücher Meer“, Telefon 06184 9945275).

Rasch kam Klaus Kattenberg mit den Besuchern des „Stammtischs mit Charakterköpfen“ ins Gespräch. Unter anderem wurde er gefragt, ob er vor einem Auftritt Lampenfieber verspüre. Das nicht, sagte er. Er verspüre jedoch Anspannung, Fokussierung und ein Kribbeln. Man müsse auch in der richtigen Stimmung sein. „Händels Largo kann man nicht spielen, wenn man total aufgedreht ist“, sagte er. Alkohol brauche er nicht, um in der richtigen Stimmung zu sein: „Da meint man nur, dass man besser spielt. In Wahrheit ist es umgekehrt.“

Weitere Informationen, auch Hörproben, gibt es auf der Homepage www.k-kattenberg.de.

Zum November-Stammtisch mit Charakterköpfen am 7. November ist die freiberufliche Schmuckdesignerin und bildende Künstlerin Frederike Schürenkämper zu Gast. Sie wird über Ihre künstlerische Arbeit und ihr Atelier "zitronengold - Keramik zum selbst bemalen" in Bad Orb erzählen.

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