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Zuschuss für günstigen Wohnraum in Wächtersbach bewilligt

am 28.10.2016

Wohnungsbauprojekt des Kreises geht in die konkrete Umsetzung

Wächtersbach / Main-Kinzig. Am 3. Juni 2016 hatte der Kreistag beschlossen, kommunale Initiativen zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum finanziell zu unterstützen. Nun wird in Wächtersbach bereits das erste konkrete Projekt umgesetzt. „Der Kreisausschuss hat aktuell dem Antrag für die ersten vier Wohneinheiten zugestimmt und einen Zuschuss von insgesamt 40.000 Euro bewilligt“, sagt Landrat Erich Pipa. Für das kommende Jahr sind zudem weitere sechs Wohnungen geplant. 

Hintergrund des vom Kreis aufgelegten Programms ist eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die bis zum Jahr 2025 im Main-Kinzig-Kreis einen Fehlbedarf von rund 10.000 Wohnungen prognostiziert. Daher hatte Landrat Pipa zur Unterstützung der Kommunen ein Förderkonzept auf den Weg gebracht, dass vor allem auf Einzelpersonen, junge Familien und ältere Menschen ausgerichtet ist. „Mit dem Modell der Stadt Wächtersbach können wir nun zeigen, wie unbürokratisch und dennoch rechtlich einwandfrei unsere Idee funktioniert“, betont Pipa. Damit sollten auch die vereinzelten Zweifler in den Rathäusern – wie zuletzt in Großkrotzenburg – überzeugt sein und dem Beispiel folgen. Konkrete Anfragen gibt es derzeit aus Maintal, Erlensee, Hasselroth und Gelnhausen. In Wächtersbach sind im Rahmen des Projektes „Alte Schule“ im Ortsteil Hesseldorf zunächst vier Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von 247 Quadratmetern geplant. Aufgrund des Zuschusses  vom Kreis verringert sich der Mietzins von 6,50 Euro auf 5,50 Euro pro Quadratmetern. Die Liegenschaft geht per Erbbaurecht über an die Genossenschaft Wohnbau 60 Plus, die das Projekt in eigener Verantwortung umsetzt.

Auch wenn es sich hier nicht um einen Neubau, sondern um eine Grundsanierung im Bestand, sind alle vom Kreistag festgelegten Kriterien erfüllt. Der gewährte Zuschuss wurde entsprechend angepasst. „Das Förderprogramm des Kreises umfasst Zuschüsse von bis zu 310 Euro pro Quadratmetern Wohnfläche bei Neubauten“, erklärt Pipa. Das Konzept sieht vor, dass die jeweilige Kommune einem Investor im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages das geeignete Grundstück zur Verfügung stellt und im Gegenzug ein Belegungsrecht für die jeweilige Immobilie erhält. Der Investor verpflichte sich, mit einem Mietzins von maximal sieben Euro pro Quadratmetern zu planen.

Mit der Unterstützung des Kreises ist eine weitere Senkung auf bis zu sechs Euro möglich. Die Fördermittel des Wohnungsbauprogramms werden zudem auch für entsprechende Projekte gewährt, in denen kommunale Grundstücke von den Städten und Gemeinden in eigener Trägerschaft bebaut werden.

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