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"Eingriff in bestehende Schullandschaft nur mit Besonnenheit und Blick auf zu erwartende Wechselwirkungen"

am 14.01.2021

SPD-Kreistagsfraktion schlägt Änderungsantrag zur vorliegenden Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes vor

Main-Kinzig (SPD/kl). Die von der CDU begonnene Standortdiskussion um ein mögliches zusätzliches Gymnasium für den Westkreis zieht weitere Kreise und hat sich inzwischen zu einem Konkurrenzkampf unter den Kommunen entwickelt. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der SPD-Kreistagfraktion halten diese Entwicklung für nicht zielführend, da sie inzwischen in ein Gegeneinander münde, wo ein Miteinander im Sinne der Schülerinnen und Schüler gefordert sei.

„Die Maxime kann nicht lauten ‚wer am lautesten ruft hat Recht‘ und wird am Ende als Standort für ein weiteres Gymnasium auserwählt. Das ist definitiv zu kurz gegriffen und angesichts der Mitte März stattfindenden Kommunalwahl leicht durchschaubar“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Uta Böckel und wird von Fraktionskollegin Karin Linhart ergänzt: „Um zur Sachlichkeit zurückzukehren, sind inhaltlich-fachliche Ansätze notwendig. Wir haben deshalb einen konkreten Vorschlag ausgearbeitet, den wir in die Beratungen des Schulentwicklungsplans im Kreisbildungsausschuss einbringen werden“.

In drei Schritten wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vorgehen und den Kreisausschuss entsprechend beauftragen:

  1. Gespräche mit dem Schuldezernenten der Stadt Hanau über die Möglichkeit der Fortführung der bis zum Ende des Schuljahres 2023/2024 bestehenden Kooperationsvereinbarung zwischen dem MKK und der Stadt Hanau zu führen
  2. Parallel dazu zu prüfen, ob der prognostizierte Bedarf im gymnasialen Bereich für Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen MKK durch eine Stärkung/Erweiterung bestehender Schulstandorte im westlichen Teil des MKK unter Berücksichtigung aller sich daraus ergebenden Wechselwirkungen gedeckt werden kann
  3. Erst wenn die Punkte 2) oder 3) nicht zielführend sind, in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Schulen im westlichen Teil des MKK zu prüfen, welches ein geeigneter zur Errichtung eines neuen Gymnasiums ist. 

Zum Hintergrund: Zwischen der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis besteht seit dem Jahr 2007 die Vereinbarung, dass Hanauer Gymnasien 200 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreisgebiet aufnehmen. Im Sommer 2020 wurde diese Kooperation erstmalig um zusätzliche 150 Schülerinnen und Schüler mit Laufzeit bis 31. Juli 2024 erweitert. Bestandteil dieser Vereinbarung ist die Option einer Verlängerung um weitere vier Schuljahre.

Böckel und Linhart: "Einige Vertreter der CDU behaupten nun öffentlich, dass die Entscheidungsträger der Stadt Hanau angekündigt hätten, ab dem Schuljahr 2024/2025 diese Kooperation „zu beenden“ ohne zu erwähnen, dass dabei nur die zusätzlichen 150 Schülerinnen und Schüler gemeint sind, die, wie erwähnt, erstmals seit Sommer 2020 an Karl-Rehbein-Schule, Hohe Landesschule und im gymnasialen Zweig der Otto-Hahn-Schule aufgenommen wurden und bis zum 31. Juli 2024 jährlich aufgenommen werden."

„Erleichtert sind wir darüber, dass Kreisschuldezernent Winfried Ottmann (CDU) inzwischen deutlich gemacht hat, dass er diesen ‚öffentlichen Markt der Möglichkeiten‘ ebenfalls für die falscher Plattform hält. Wir rufen die Akteure vor Ort deshalb erneut dazu auf, Besonnenheit zu bewahren und den Blick auf die Gesamtschullandschaft im Main-Kinzig-Kreis nicht zu verlieren. Für den Kommunalwahlkampf halten wir dieses wichtige und sensible Thema für denkbar ungeeignet“, so Böckel und Linhart abschließend.

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