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Auch das Füttern von Tauben und Enten an der Kinzig trägt zur Vermehrung der Ratten bei.

Reich gedeckter Tisch für Ratten – Corona-Krise trägt indirekt zum Anwachsen der Population bei

am 12.10.2020

Stadtverwaltung warnt: Keine Lebensmittelreste in Toilette werfen –

Gelnhausen (GN/ew). Ratten mögen Wasser, Wärme und Essensreste. Die Kanalisation ist für sie daher der ideale Ort zum Leben – und dort setzt auch die professionelle Bekämpfung der Nager an. Die Stadtverwaltung Gelnhausen arbeitet dabei mit einem professionellen Schädlingsbekämpfer zusammen. In einigen gewässernahen Arealen und an den Uferzonen der Kinzig von der Müllerwiese bis zur Holzbrücke ist bereits eine Dauerbekämpfung der Wander- und Hausratten notwendig geworden (die Köderstationen sind zugriffsgesichert). Auch die Corona-Krise trägt indirekt zur Vergrößerung der Population bei. Gerade in der Zeit des Lockdowns waren mehr Menschen als sonst zu Hause und sind es im Home-Office noch immer. Es wurde und wird mehr gekocht – und so landen noch mehr Lebensmittelreste dort, wo sie eigentlich nicht hingehören: In der Toilette oder auf dem Kompost. Die anhaltend trockene Witterung sorgte in den vergangenen Monaten außerdem dafür, dass die Kanalsysteme nicht zusätzlich durch Regenwasser kräftig durchgespült wurden. So blieb der Tisch für die Schadnager reich gedeckt. 

Bei der neuerlichen Bekämpfungsaktion Ende August stellte der von der Stadt beauftragte Schädlingsbekämpfer einen starken Rattenbefall fest: 40 Kanalschächte mussten laut des Schädlingsbekämpfers zusätzlich beködert werden, vor allem in den Stadtteilen Hailer und Meerholz, wo auch wegen der Kanalarbeiten mehr Ratten oberirdisch gesichtet worden seien.

Ratten können zu einer großen Plage werden, denn sie vermehren sich schnell und können eine Vielzahl von Krankheitserregern übertragen. Das Ordnungsamt der Stadt Gelnhausen und der städtische Umweltberater Jürgen Koch appellieren daher an die Bevölkerung, folgende Maßnahmen zu ergreifen, um die Population nicht weiter anwachsen zu lassen:

· Keine Nahrungsmittelreste in der Toilette oder anderweitig über den Kanal entsorgen

· Keine Speisereste und tierische Abfälle in der freien Natur oder auf dem Kompost entsorgen. Essensreste gehören in die Biomülltonne

· Futtermittel für Stall- oder draußen gehaltene Haustiere sowie Vogelfutter nicht offenstehen lassen und Futternäpfe von Resten reinigen

· Mülltonnen stets gut verschließen und Gelbe Säcke nicht im Freien lagern

· Keller oder Schuppen entrümpeln, um den Nagern damit die Nistmöglichkeiten zu entziehen, Öffnungen in Wänden sowie nicht verwendete Abflüsse zumauern

· Keine Tauben, Enten, Fische etc. an und in der Kinzig füttern. Achtlos an der Kinzig entsorgte Essensreste und Reste der ohnehin unerwünschten Enten-, Nutria- und Taubenfütterungen heizen die Vermehrungsfreudigkeit der Ratten aufgrund eines gesteigerten Nahrungsangebots weiter an.

Während im öffentlichen Raum und an neuralgischen Punkten ein professioneller Schädlingsbekämpfer die Nagerpopulation im Auftrag der Stadt eindämmt, liegt die Zuständigkeit zur Beseitigung des Rattenbefalls auf Privatgrundstücken beim Grundstückseigentümer. „Wir können hier nur raten, die vorher benannten Präventivmaßnahmen konsequent umzusetzen und bei einem starken Befall auf dem eigenen Grundstück einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen“, so Ordnungsamtsleiter Bastian Metzler.

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