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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Staatssekretär Oliver Conz (Mitte) aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz freuen sich über die erfolgreiche Bewerbung als Ökolandbau-Modellregion. Das Projekt liegt maßgeblich in den Händen des Amtes Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum mit (von links) Abteilungsleiter Bernd Leutnant (Naturschutz), Amtsleiterin Katrin Hess und Abteilungsleiter Carsten Dill (Landwirtschaft).

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler freut sich über Bestätigung der bisherigen Arbeit in der Region

am 27.06.2020

Erfolgreiche Bewerbung des Main-Kinzig-Kreises als Ökolandbau-Modellregion

Main-Kinzig (MKK/fw). Der Main-Kinzig-Kreis hat sich erfolgreich beim Hessischen Landwirtschaftsministerium als Ökolandbau-Modellregion beworben. Am Freitag (26. Juni) wurde die entsprechende Entscheidung in Wiesbaden offiziell verkündet. „Das ist eine erfreuliche Bestätigung unserer bisherigen Arbeit und eine gute Möglichkeit, dieses Thema weiter voranzubringen“, so die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Das Förderprojekt, für das in Hessen sechs Regionen ausgewählt wurden, beginnt 2021 und ist auf vier Jahre ausgelegt. Über die damit verbundenen Geldmittel soll unter anderem eine zusätzliche Personalstelle zu dem Thema geschaffen werden. „Für die Region ist das ein guter Schritt. Wir können als Modellregion Initiativen und Ideen vor Ort, sei es von den Landwirten oder auch aus der Bevölkerung umsetzen. Klares Ziel ist es ja mit vielen Landwirten vor allem auch die regionalen Produkte noch besser zu vermarkten und auch Abläufe zu verbessern. Ich freue mich, dass alle auch zugesagt haben, hier zusammen zu arbeiten. Das zeigt, dass wir alle die Nachhaltigkeit im Blick haben“, erläutert Simmler. Dabei freue Sie sich vor allem, dass es in der Region in den Gremien aber auch im Miteinander unterschiedlicher Landwirtschaftsformen – konventionell oder ökologisch – immer weniger Trennendes gäbe und ein Verständnis.

Ein weiterer Aspekt sei die Erschließung von Vermarktungs- und (Mikro-)Logistikketten, um hier Anreize für die Betriebe zu bieten, sich mit einer Umstellung oder Ausweitung ihrer Produktion zu beschäftigen. Weitere Mittel will der Main-Kinzig-Kreis für Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen, Vernetzungstreffen der vielfältigen Akteure, Öffentlichkeitsarbeit und Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellen.

„Eine ideale Ergänzung zur Modellregion Main-Kinzig ist neben den bewährten Fördermöglichkeiten auf Landesebene das bereits bestehende kreiseigene Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raums“, erläutert die Erste Kreisbeigeordnete. Auf diese Weise können unter anderem die Bereiche Beherbergung, Verarbeitung oder Vermarktung, aber auch Kleinstunternehmen nachhaltig gefördert werden.

In der ausführlichen Bewerbung, die der Fachbereich Landwirtschaft formuliert hat, wird unter anderem auf bereits funktionierende Bausteine wie das MKK-Lädchen in der Kreisverwaltung oder das Projekt Lernfeld Landwirtschaft verwiesen. Auch die Aktivitäten zur Biodiversität wie „Main-Kinzig blüht“ werden beschrieben. „Damit konnten wir unterstreichen, welchen Stellenwert eine ökologische Ausrichtung sowie regional erzeugte landwirtschaftliche Produkte in der Kreisverwaltung haben“, erläutert Amtsleiterin Katrin Hess.

Zudem sei „regionales Genießen“ ein wichtiger Baustein der aktuellen Tourismusstrategie. Durch eine fortgesetzte Vernetzung von Erzeugern sowie Gastronomie und Hotellerie soll dieser Bereich noch ausgebaut werden. Auch können alternative Übernachtungsmöglichkeiten ein weiteres Standbein für landwirtschaftliche Betriebe sein. Weitere Ideen zum „Natur- und Landerlebnis“ sind Hofführungen, Aktionen und Tage der offenen Tür, die Entwicklung von Lehrpfaden sowie regionale Geschmacksfestivals mit diversen Aktionen und Kochevents.

Aus Sicht der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler eröffnen sich mit der erfolgreichen Bewerbung vielfältige Chancen. Eine wichtige Voraussetzung sei dabei die Steuerung und Vernetzung der vielen Akteure in diesem Bereich. „Wir haben in unserer Bewerbung rund 20 Beteiligte aufgeführt, die schon jetzt an diesem Themenfeld mitwirken“, erläutert sie. Es sei vorgesehen, diese wichtigen Partner in Form einer Steuerungsgruppe einzubinden und zu informieren. Somit wird eine Sicherung und Multiplikation der Ergebnisse sichergestellt, so dass das Projekt auch über die Laufzeit hinweg bestehen bleibt und die wertvolle Netzwerkstruktur aufgewertet wird.


Hintergrund Ökolandbau im MKK: 2019 haben 1.381 Antragsteller einen Flächen- und Nutzungsnachweis im Amt Gelnhausen abgegeben, davon waren 180 ökologische wirtschaftende Betriebe. Das entspricht einer Quote von 13 Prozent. Diese 180 Betriebe haben eine Gesamtfläche von 8.141 Hektar bewirtschaftet (MKK gesamt 46.880 Hektar), das entspricht einem Flächenanteil von 17,4 Prozent. Im Jahr 2002 lag der Anteil nur bei 4.000 Hektar, es gab also eine Verdopplung innerhalb von 18 Jahre mit zuletzt steigender Tendenz.

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