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Laubfrosch. Bild: GNA

Deutsche Postcode Lotterie fördert Biotopverbund

am 09.10.2019

Mit dem Kauf der Lose wird das wichtige Artenschutzprojekt unterstützt

Main-Kinzig. Großzügige finanzielle Unterstützung für den Biotopverbund Laubfrosch der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA): Seit Oktober fördert die Deutsche Postcode Lotterie den Erhalt der südhessischen Population. Mit dem Geld wird im kommenden Jahr die dringend erforderliche Pflege von Fortpflanzungstümpeln und Aufenthaltsgewässern finanziert.

Susanne Hufmann, erste Vorsitzende der GNA, ist erfreut, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Deutschen Postcode Lotterie in Hessen mit dem Kauf ihrer Lose das wichtige Artenschutzprojekt unterstützen: „Als engagierte Naturschützer möchten wir die biologische Vielfalt im unteren Tal der hessischen Kinzig erhalten. Dazu gehört, dass wir für bestimmte, sensible, besonders schützenswerte Arten spezielle Maßnahmen erarbeiten und umsetzen. So haben wir vor, bei mindestens zehn ausgewählten Gewässern die Funktion als Laichhabitat wiederherzustellen, um die Fortpflanzung zu sichern. Dadurch werden nicht nur Laubfrosch und Gelbbauchunke, sondern auch Libellen und Wiesenvögel wie Kiebitz und Bekassine profitieren.“

Mit dem Förderungsbeitrag möchte die GNA insbesondere die sanierungsbedürftigen Trittsteinbiotope in der Langenselbolder und Hasselrother Kinzigaue wiederherstellen und weiterentwickeln.
 
Hintergrund
In vielen Regionen Deutschlands ist der europäische Laubfrosch (Hyla arborea) selten oder gänzlich verschwunden. Aktuell wird er zu den Arten gezählt, die ernstlich bedroht sind. Das kaum fünf Zentimeter große Amphib findet keine Laichplätze, obwohl hierzulande seine Stammheimat ist.

Der Laubfrosch mag es warm und sonnig. Nur dort, wo Bäche und Flüsse noch über die Ufer treten und in den Senken der Feuchtwiesen bis in den Sommer hinein kleine Tümpel hinterlassen, finden die seltenen Amphibien überhaupt noch geeignete Fortpflanzungsbedingungen. Ab April sucht der Laubfrosch sonnige Laichgewässer auf. In der Abenddämmerung treiben die Männchen auf der Wasseroberfläche und stimmen mit einer großen Schallblase an der Unterseite der Kehle ihren lauten Chorgesang an, um Weibchen heranzulocken. Sind nicht genug Laichhabitate in der Flussaue vorhanden oder ausgetrocknet, bricht die Population ein.

„Trotz unserer vielfältigen Bemühungen müssen immer wieder verlandete und stark sanierungsbedürftige Gewässer festgestellt werden, an denen der lokale Amphibienbestand beeinträchtigt oder sogar ganz eingebrochen ist. Deshalb sollen vorrangig bereits vorhandene Biotope von Gehölzen und Aufwuchs freigestellt, entschlammt und saniert werden“, so Hufmann.

Habitatoptimierungen seien auch zukünftig erforderlich, denn die Bestände lassen sich nur durch kontinuierliche Artenschutzarbeit erhalten. Denn in den Landkreisen, in denen über mehrere Jahre Aktivitäten ausblieben, ist ein Großteil der Vorkommen erloschen.
 
Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns sehr, dass wir dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare Projekt unterstützen können. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“

Weitere Informationen zum Projekt unter www.gna-aue.de oder www.postcode-lotterie.de/projekte.

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