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Von links: Monika Kowoll-Ferger, Dancille Mujawamariya, Steffen Kempa und Josef Richter

5.000,- Euro für Viehzuchtprojekt in Ruanda

am 14.11.2016

Begeisternder Kolping-Aktionstag mit Begegnung der Kulturen

Main-Kinzig. Jambo Ruanda hieß es bei einem bunten Aktionstag des Kolpingwerks Fulda mit der Geschäftsführerin von Kolping Ruanda, Dancille Mujawamariya. Mittags wurde zu einem kulinarischen Workshop ins Kolpingjugendwohnen eingeladen. Es gab afrikanischen Eintopf aus Kartoffeln, Tomaten, Möhren, Aubergine, Paprika, Kohl und Zwiebeln, Salz und Koriander. Gemeinsam wurde Gemüse geschält und klein geschnitten, geredet und gelacht. Die Teilnehmerschar war so bunt und vielfältig wie die Zutaten zum Eintopf.

Zwei Handwerksgesellen auf Wanderschaft standen für die Wurzeln des Kolpingwerks. Dancille zeigte, was aus Kolpings Werk geworden ist. Die unbegleiteten Minderjährigen aus dem Jugendwohnen stammen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. Viele Wurzeln, ein Kolpinggeist, "das war sehr bewegend", so ein Teilnehmer. Jung und Alt, Männer und Frauen, verschiedene Berufe, Christen und Muslime, alle taten das Gleiche: Und das Ergebnis war sehr schmackhaft. "Wenn dieses friedliche Miteinander der Kulturen auch im Großen funktionieren würde, wie glücklich könnten wir uns schätzen".

Nach einer Hausführung im Kolpingjugendwohnen und einer Stadtführung in Fulda berichtete Dancille von ihrem Leben. Als ihr Mann erschossen wurde, musste sie als junge Frau mit ihren drei kleinen Kindern sechs Jahre in den Kongo fliehen; trotzdem kümmerte sie sich noch um Waisenkinder. 2003 hörte sie erstmals von Kolping, heute zählt Kolping Ruanda unter ihrer Leitung 52 Kolpingsfamilien. Bei ihrer Kolpingarbeit steht besonders Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt.

Da der Boden in Ruanda ausgelaugt ist, spielt in der Landwirtschaft das Wissen um die richtige Kompostierung eine große Rolle. Dafür werden den Familien von Kolping Ziegen oder Kühe zur Verfügung gestellt, um Dünger herstellen zu können. „Man erkennt Kolpingmitglieder nicht nur an ihren orangefarbenen Hemden sondern auch an ihren Feldern,“ erzählt Monika Kowoll-Ferger, die den Tag als Übersetzerin von Dancille begleitete. Sie schilderte gemeinsam mit Dancille, wie unterschiedlich die Ernteerträge von Kolpingmitgliedern und Nichtmitgliedern sind.

Weitere Beispiele sind das Lehren vom Umgang mit Saatgut, ein Ausbildungszentrum für Handwerker, ein Kindergarten, Herstellung von Maismehl und eine Farm zu Zuchtzwecken. Steffen Kempa, Geschäftsführer von Kolping Fulda, dankte Dancille und Monika und freute sich, mit dem Diözesanvorsitzenden Josef Richter 5.000,00 Euro aus der Kleidersammlung für die Viehzucht in Ruanda überreichen zu dürfen. Während ihres Tagesprogrammes hatte Dancille bereits bei der Kolping Recycling GmbH den Weg der Kleiderspende kennengelernt. „Ich wünsche mir Deinen Kolpingspirit, Dancille, für unsere deutschen Kolpingsfamilien,“ so Richter. „Wenn ich Dich heute gehört habe, weiß ich, warum ich bei Kolping bin.“

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