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Von links: Toralf Knauth, Schulleiter der Alteburg-Schule, Jan Rüffer, Projektleiter der Schulgarten AG der Alteburg-Schule, Dieter Krach, Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Bernd Leutnant, Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn, Blühfeld-Initiative.

Blühfeld-Initiative und Schulgarten-AG: Umweltschutz mit Kopf, Herz und Hand

am 03.01.2021

Umweltdezernentin Susanne Simmler überreichte Umweltpreise an zwei Projekte

Biebergemünd / Main-Kinzig (MKK/ss). Zwei herausragende Initiativen erhaten den mit 5.000 Euro dotierten Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises für ihre großen Verdienste im Umweltschutz. Der Preis geht zu gleichen Teilen an die Blühfeld-Initiative Hirzbacher Höfe in Marköbel, vertreten durch Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn, sowie an die Schulgarten-AG der Alteburg-Schule in Biebergemünd, vertreten durch Projektleiter Jan Rüffer. Beide Projekte zeichnen sich durch vielfältige Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Naturschutz aus. Sie setzen sich für Tier- und Insektenschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit ein. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte den Umweltpreis in kleiner Runde im Main-Kinzig-Forum und dankte den Ausgezeichneten für deren vorbildliches Engagement: „Man merkt beiden Projekten an, dass die Aktiven mit Herzblut bei der Sache sind. Es ist wichtig, Umweltschutz mit Kopf, Herz und Hand zu betreiben. Die Preisträger wecken mit Ihren Projekten Begeisterung und regen andere zum Handeln an. Sie machen zudem erfahrbar, was Umweltbildung heißt“, sagte die Umweltdezernentin.

Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn gründeten die Blühfeld-Initiative im Jahr 2019 mit dem Ziel, ein größeres Nahrungsangebot für Wildbienen und heimische Insekten zu schaffen. Weitere Aktive schlossen sich an. Eine Ackerfläche von etwa 10.000 Quadratmetern wurde in virtuelle Miniblühfelder geteilt, für das Naturschützer und Insektenfreunde Patenschaften übernehmen konnten. Auf der Fläche wurden Blüten- und Samenkompositionen ausgesät. Seit der Gründung konnten etwa 220 Paten gefunden werden, die sich der Initiative anschlossen und auf diese Weise dazu beitragen, Arten- und Biotopschutz in der Region zu unterstützen. Für die Zukunft ist geplant, das Blühfeld erneut zu erweitern und im Zuge dessen weitere Paten zu gewinnen. „Sie bieten Menschen, denen ein eigener Garten fehlt, die Möglichkeit, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und - das ist genauso wichtig - sich verantwortlich zu fühlen. So stößt man nachhaltig Veränderung an“, sagte Susanne Simmler.

Als zweite Preisträgerin ehrte Susanne Simmler die Schulgarten-AG der Alteburg-Schule in Biebergemünd-Kassel, vertreten durch Jan Rüffer, Lehrer der Alteburg-Schule. „Ich freue mich außerordentlich, dass in diesem Jahr wieder ein Schulprojekt unter den Preisträgern ist“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete. Im Jahr 2018 ließ die Schulgarten-AG aus selbst angebauten Äpfeln Apfelsaft pressen. Etwa 1000 Liter davon wurden an umliegende Schulen verteilt und am Tag der offenen Tür in der Alteburg-Schule verkauft. Mit dem Erlös wurden Gartengeräte angeschafft. Im darauffolgenden Jahr wurden im Schulgarten Kartoffeln und Kohlrabi angebaut, in der Mensa zubereitet und verkauft. Im laufenden Jahr war das Ziel, alte Apfelsorten, wie etwa Boskop, Geheimrat Dr. Oldenburg oder Kaiser-Wilhelm, aus eigenem Anbau in der Schulmensa anzubieten. Mit all diesen Aktionen will die Schulgarten-AG einen positiven Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten und dazu beitragen, Landökosysteme nachhaltig zu nutzen. Zudem soll bei Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für die Produktion nachhaltiger Lebensmittel geweckt und sie sollen angeregt werden, Strategien zu entwickeln, um Plastik zu vermeiden.

Biodiversität ist die Grundlage der menschlichen Existenz. Immer mehr Pflanzen-, Tier- und Insekten-Arten sterben aus. Diesem Trend treten Projekte, wie die Blühfeldinitiative und die Schulgarten-AG gemeinsam mit vielen Aktiven beherzt entgegen. „Im Namen des Kreisausschusses danke ich den Preisträgern für ihr tolles Umweltengagement und hoffe, dass der Umweltpreis eine zusätzliche Motivation für alle Generationen ist, weiter über die Rolle der Natur nachzudenken und durch besonderes Engagement zum Erhalt einer gesunden Umwelt beizutragen“, so die Erste Kreisbeigeordnete.

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