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SPD Biebergemünd: Exakte Verbrauchsdatenerfassung als Grundlage für kontrolliertes und ressourcenschonendes Handeln

am 18.12.2020

Erhebungen des Ressourcenverbrauchs gemeindlicher Liegenschaften basieren auf einem Antrag der Sozialdemokraten aus dem Jahr 2017

Biebergemünd (SPD/kl). „Der Haushaltsplan-Entwurf 2021 der Gemeinde Biebergemünd enthält erstmalig eine detaillierte Auflistung des Ressourcenverbrauchs von 46 gemeindlichen Liegenschaften über die letzten fünf Jahre. Von Kindergärten, Bürgerhäusern, Hochbehältern, Feuerwehrhäusern, Friedhöfen, Pumpstationen, etc. wurden die Verbräuche an Erdgas, Öl, Strom, Wasser- und Abwassermengen in technischen Einheiten gelistet“, zeigt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten in der Biebergemünder Gemeindevertretung, Berthold Schum, auf und erläutert: „In Tabellenform und grafischer Darstellung wird für jede Liegenschaft die Entwicklung der Verbräuche in technischen Einheiten (kWh/pro Jahr, m³/pro Jahr) aber auch zusätzlich in monetärer Form (€/Jahr) dargestellt. Besonders mit Hilfe der Grafiken können sehr schnell und eindeutig Defizite in der Liegenschaftsbewirtschaftung erkannt werden, selbst wenn sie sich in schwachen Trends verstecken. Aber natürlich lassen sich auch kleine Verbesserungen über lange Zeiträume eindeutig nachweisen“. 

Da in vielen Haushaltsberatungen der vergangenen Jahre Erklärungen zu der Entwicklung von Verbrauchskosten nicht immer eindeutig von Preisveränderungs- und Einmaleffekten getrennt werden konnten, hat die SPD im Februar 2017 für ihren Antrag „den Verbrauch von Wasser, Strom, Öl und Gas für alle gemeindlichen Liegenschaften in technischen Einheiten zu listen und zu historisieren“ einen Mehrheitsbeschluss bewirkt.

„Mit der nun erstmaligen Veröffentlichung der Datengrundlage können für alle gemeindlichen Liegenschaftsobjekte vergleichende Analysen und Veränderungsanalysen erstellt sowie die Wirkung von Optimierungsmaßnahmen nachgewiesen werden. Schwankende Energiepreise verfälschen damit nicht mehr den Blick auf die technische Effizienz und das Verbesserungspotenzial in der Anlagen- und Objektbewirtschaftung. Die Verantwortlichen können mit ihren jeweiligen Teampartnern gemeinsam auf diese Entwicklung blicken und Schritte zur Ressourcenschonung vereinbaren und durchsetzen“, ergänzt Fraktionskollegin und stellvertretende Vorsitzende Martina Glaab.

Unter Verwendung von Umrechnungswerten für die CO2-Äquivalente, die vom Umweltbundesamt für den Einsatz von Strom, Öl und Gas veröffentlicht werden, könne mit den vorliegenden Daten erstmalig auch sehr exakt der Verlauf des CO2-Fussabdruckes, der – in Summe – durch den Betrieb dieser gemeindlichen Einrichtungen entsteht, berechnet werden. Dabei würden Erhaltungsmaßnahmen, Personalaufwendungen und Abschreibungen nicht mit eingerechnet.

Bei genauerer Betrachtung des Stromanteils an diesem berechneten CO2-Fußabdruck werde sehr schnell ersichtlich, dass aufgrund des hohen Ökostromanteils unseres Elektrizitätsversorgers dieser Umrechnungsfaktor für den Strombezug erfreulich niedrig angesetzt werden könne.

„Der auf Dächern gemeindlicher Einrichtung erzeugte PV-Strom-Anteil kommt erst langsam, aber in den nächsten Jahren nachhaltiger zur Geltung, er liegt aktuell bei sechs Prozent, bezogen auf die in den gemeindlichen Liegenschaften verbrauchte Strommenge. Ein erweiterter Blick auf Daten unseres Stromversorgers zeigt, dass der gemeindeweit erzeugte PV-Strom im Vergleich zum Gesamtstromabsatz in der Gemeinde ca. zehn Prozent beträgt, also auch noch viel Luft nach oben hat. Da auch verfügbare PV-Installationsflächen knapp sind, werden wir weiterhin auf PV-Investitionen auf allen kommunalen Dachflächen bevorzugt für den Eigenbedarf und – in Ergänzung zur allgemeinen Stromerzeugung – auch mit Hilfe privater oder genossenschaftlicher Unternehmen hinwirken. Konsequenterweise wird jetzt für das geplante Neubaugebiet Burgwerksrain die Installation von Photovoltaik auf allen Häusern vorgeschrieben“, so Schum und Glaab abschließend.

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