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Den Preis für den Kulturkreis Bad Orb nahm Vorsitzender Werner Johanns (rechts) aus den Händen von Landrat Thorsten Stolz entgegen.

Landrat übergibt Kulturpreise im kleinen Rahmen ohne Publikum

am 13.11.2020

Statt festlicher Verleihung werden in diesem Jahr Laudationes und Beiträge zu den Ausgezeichneten per Videoclips gezeigt: Ab 15. November online

Main-Kinzig (MKK/jkm). Auch in diesem Jahr wurden wieder außergewöhnliche Kulturschaffende und Künstler und Künstlerinnen für ihre besonderen Leistungen mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises geehrt. Die Kulturpreisträger und Kulturpreisträgerinnen sind Wilma Roth aus Hanau und Sascha Heberling aus Gelnhausen. Den Nachwuchsförderpreis erhält der Rodenbacher Lars Schönebeck. Der Kulturkreis Bad Orb und die Gelnhäuserin Silke Knoll erhalten den Sonderkulturpreis.

Die Übergabe der Kulturpreise fand im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen statt, der aktuellen Situation geschuldet in einem gänzlich anderen Rahmen als in all den Jahren zuvor. Statt einer großen Feier mit zahlreichen Gästen, einem kulturellen Programm und den Laudationes gab es nur einen Programmpunkt:  Landrat und Kulturdezernent Thorsten Stolz überreichte die Kulturpreise den Ausgezeichneten und gratulierte. „Die Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger sind wichtige kulturelle Botschafter unseres Landkreises. Gerade in diesen Tagen und Wochen merken wir, wie sehr uns Kunst und Kultur fehlen. Sie sind wichtige Bestandteile unseres Lebens“, betonte Thorsten Stolz und wies auf die besondere Würdigung der Preisträger und Preisträgerinnen hin, die in diesem Jahr filmisch umgesetzt wurde.

Jeder von ihnen wird in einem Videoclip vorgestellt, in dem auch die Laudatoren zu Wort kommen. Die Kurzfilme, produziert für die Online-Plattformen, präsentieren die jeweiligen Künstler in ihrem persönlichen Umfeld. „Wir wollen sie vorstellen und wir wollen einen seh- und vor allem auch hörbaren Eindruck der besonderen Leistungen vermitteln“, so Landrat Thorsten Stolz.

Die Kunstschaffende der plastischen Gestaltung und Galeristin Wilma Roth öffnet für die Zuschauer und Zuschauerinnen ihre Ateliers, in dem einen wird geplant, entworfen und gefertigt, in dem anderen, dem „Matschatelier“, wie sie es selbst liebevoll nennt, arbeitet sie mit Ton und Beton. Eigene Werke präsentiert sie derzeit in der Galerie am Platz des Friedens in Hanau-Steinheim, einem denkmalgeschützten, ehemaligen Stadtwirtshaus. INK, Ingrid Sonntag Ramirez-Ponce, selbst Kulturpreisträgerin und Mitglied der Jury, erläutert in dem Video-Clip, was die Jury-Mitglieder bewog, sich für Wilma Roth zu entscheiden.

Es gibt keinen besseren Ort, um das Wirken des Kantors Sascha Heberling zu beschreiben, als die Marienkirche in Gelnhausen. Furiose Orgelklänge untermalen diesen Film. Sascha Heberling erzählt über sich, die Gottesdienste und die Liebe zur Kirchenmusik und vermittelt Kostproben moderner und klassischer Orgelmusik. Lobende Worte und Wertschätzung erfährt der Kulturpreisträger vom Leiter der Musikschule Main-Kinzig und Jury-Mitglied Harry Wenz.

Auch für den Nachwuchsförderpreisträger Lars Schönebeck ist Harry Wenz vor die Kamera getreten und würdigt dessen Leistungen. Wenn Lars Schönebeck zum Saxofon greift, die Töne erklingen, entsteht ein ganz besonderer Zauber und es ist schön, dass der Film es ermöglicht, diesen mit vielen Menschen zu teilen. Die Aufnahmen entstanden in den Räumen des Dr. Hochs Konservatoriums in Frankfurt am Main, wo Lars Schönebeck derzeit studiert.

Der Sonderpreis der Jury geht in diesem Jahr an den Kulturkreis Bad Orb. Über die zahlreichen kulturellen Angebote gibt der Video-Clip einen Einblick, ob es die Theatergruppe und die Freilichtbühne sind oder die Berichte der Akteure und Organisatoren von Ausstellungen und Lesungen. „Es ist für alle etwas dabei“, so Laudator und Jurymitglied Horst Wanik von der Sparkasse Gelnhausen. In diesem Jahr feiert der Kulturkreis seinen 25. Geburtstag.

Ein Lied hat es geschafft, um die Welt zu gehen, für ihren „World Rainbow Song – Stay at Home“ gibt es für Silke Knoll den Sonderpreis. Landrat Thorsten Stolz würdigt in seiner Laudatio die besondere Bedeutung des Liedes, das vielen Kindern und deren Eltern Trost und Freude zugleich in der ersten Phase der Corona-Pandemie bereitete. Der Film unterstreicht das und zeigt eine optimistische und herzliche Sängerin.

Die Filmpremieren fanden großen Anklang bei den Preisträgern und Preisträgerinnen und zugleich erhalten sie somit eine Werbeplattform für ihr eigenes kulturelles Schaffen. Die Kurzfilme sind ab dem 15. November auf der Website des Kulturpreises: www.kulturpreis.net zusehen, ein Link dazu befindet sich auch auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises: www.mkk.de.

„Eine besondere Gelegenheit, auf diese Art Anteil an der Preisverleihung teil zu nehmen und so doch auch die Öffentlichkeit mit einzubeziehen“, freut sich der Landrat und lobt die alternative Lösung des Amtes für Kultur in diesen besonderen Zeiten. Zum Abschluss dankte der Landrat den Sparkassen des Main-Kinzig-Kreises, die seit vielen Jahren die Preisgelder für den Kulturpreis stiften. „In diesem Jahr sind es erneut 15.000 Euro. Unsere drei Sparkassen sind hier einmal mehr verbindliche Partner der Kulturförderung. Der Main-Kinzig-Kreis gibt 6.000 Euro für die beiden Sonderpreise dazu“, berichtete Thorsten Stolz.

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