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"Dem Wünschbaren stets nur das wirklich Machbare gegenüberstellen!"

am 31.12.2019

Bad Orbs Bürgermeister Roland Weiß zieht im Grußwort zum Jahreswechsel Bilanz und blickt nach vorne

Liebe Bad Orberinnen, liebe Bad Orber, meine sehr geehrten Damen und Herren,

der Jahreswechsel ist für die meisten Menschen die Zeit, inne zu halten und in Gedanken die vergangenen zwölf Monate an sich vorbeiziehen zu lassen. Es ist jetzt auch die Zeit, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen, Pläne zu schmieden und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Dieser Blick in die Zukunft sollte uns wichtig sein. Ziele setzen für das nächste jahr! Aber diese Ziele sollten realistisch und umsetzbar sein.

Durch die Aufnahme in das Bund–Länder–Programm „Aktive Kernbereiche“ wird im nächsten Jahr die Neugestaltung des Salinenplatzes, mit Rücksicht auf das Blasmusikfest der Jugend Europas, sein. Die Ausschreibung für das einreichen der Pläne habe wir veranlasst.

Auch einen Neubau eines Kindergartens dürfen wir nicht aus den Augen verlieren und zielstrebig mit der ersten Planung (Standortsuche, Gruppenanzahl) beginnen. Für die Kleinkinderbetreuung haben wir den Umbau bzw. Einrichtung einer neuen Gruppe in den Räumen der König-Ludwig-Stiftung vorgesehen. Der Bauantrag ist gestellt.

Für die Erneuerung der Altenbergstraße haben wir für den ersten Bauabschnitt Gelder in den städtischen Haushalt eingestellt.

Wichtig sind auch die geplanten Investitionen im Bereich der Kurgesellschaft. Das geplante Therapiezentrum ist auch noch ein Thema, das die städtischen Gremien im kommenden Jahr beschäftigen wird.

Der Klimaschutz wird im Moment intensiv besprochen. Wir – als Stadt Bad Orb – beschäftigen uns seit dem Jahr 2015 erfolgreich mit dem Thema. Durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung spart die Stadt Bad Orb viele Geld und verringert den CO2-Ausstoß. Jährlich führen wir eine Klimaschutzwoche durch. Diese Klimaschutzwoche möchten wir auch im Jahr 2020 durchführen. Wir möchten jeder Bürgerin und jedem Bürgen aufzeigen, wie man auch im privaten Bereich viel Geld sparen kann. Das unsere Arbeit zum Klimaschutz erfolgreich war und ist, zeigt sich daran, dass wir die einzige Kommune in Hessen sind, die die DENA-Zertifizierung Anfang des Jahres 2020 erhalten wird.

Um für die Sicherheit in Bad Orb mehr zu tun, sind wir dem Landesprogramm „Kompass“ beigetreten. Durch den Beitritt haben wir uns verpflichtet, mit den Bürgerinnen und Bürgern Maßnahmen zur Sicherheit zu besprechen.

Der Blick zurück mag Erfreuliches und sicherlich auch wenig Erfreuliches, Erreichtes, Vollendetes oder Misslungenes in Erinnerung rufen. Auch der Ausblick wird unterschiedlich ausfallen. Hoffnung, Bedenken uns Skepsis liegen oft eng beieinander.

Wie im privaten Bereich, gestaltet sich die Situation auch im öffentlichen Bereich. Auch hier tun wir gutes daran, Rückschau zu halten und Bilanz zu ziehen. Dann wird deutlich, wo wir stehen, dann schaffen wir eine Basis für das, was wir uns für die kommende Zeit vornehmen. Denn ohne klare Vorstellungen zu entwickeln von dem, was wir erreichen wollen, werden unsere Bemühungen vielfach vergeblich sein.

Ein Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate soll uns Aufschluss geben, ob wir mit unserer Leistungsbilanz einverstanden sein können. Wir wollen uns das Erreichte nochmals vor Augen führen und klären, wie es um Soll und Haben in dieser Bilanz bestellt ist.

Die Antwort auf diese Fragen mag je nach Blickwinkel unterschiedlich ausfallen. Nicht alle werden einer positiven Bewertung zustimmen können. Das liegt in der Natur der Sache. Wir sollten uns allerdings stets darüber bewusst sein, dem Wünschbaren stets auch nur das wirklich Machbare gegenüberstellen. Deshalb dürfen wir nicht die Gründe und Hemmnisse aus dem Blick verlieren, die einem optimaleren Ergebnis im Wege gestanden haben.

Eine Erkenntnis bleibt uns in der gegenwärtigen Situation nicht erspart. Die Eigenverantwortung muss wieder neue Kraft entfalten, ihr kommt eine zunehmende Bedeutung zu. Der vielfach beklagte Wertverlust muss überwunden werden. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen. Wir alle sollten darüber nachdenken, wie Defizite bereinigt werden können, wie es gelingen kann, uns auf die Tugenden zu besinnen, die unser Gemeinschaftsleben positiv beeinflussen. Gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Hilfsbereitschaft gehören in erster Linie dazu.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr haben wir allerdings auch Anlass, Dank und Anerkennung auszusprechen. Dank und Anerkennung soll an die Bürgerinnen und Bürger gehen, die sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in unserer Stadt engagiert haben. Diese Einsatzbereitschaft sehe ich als besonderes „Qualitätsmerkmal“ unseres Gemeinwesens an. Auf diese Weise konnte vieles erreicht werden.

Meinen Dank verbinde ich mit der Bitte, in dieser Verbundenheit mit unserem Gemeinwesen nicht nachzulassen. Auch in Zukunft ist jeder dazu aufgerufen, nach seinen Möglichkeiten mit anzupacken, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten. Wir alle werden davon profitieren. Es muss dabei nicht immer um „große Aktionen“ gehen. Auch der Blick auf den Nächsten, das Interesse am Mitmenschen, die Teilnahme an seinem Schicksal darf nicht zu kurz kommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen persönliches Wohlergehen und viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr.

Ihr Bürgermeister Roland Weiß

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