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Frisch vom Dach: Nachhaltig erzeugter Strom für das Rathaus

am 06.09.2019

Stiftung erhält eine monatliche Miete und die Stadt spart Stromkosten ein

Bad Orb. Seit wenigen Tagen wird ein Teil des Stroms, der im Rathaus der Stadt Bad Orb benötigt wird, durch eine Solarstromanlage bereitgestellt. Das Projekt wurde gemeinsam mit der König Ludwig I. Stiftung umgesetzt.

Mit der Kraft der Sonne wird seit Kurzem ein Teil des Stroms abgedeckt, der im Rathaus für Beleuchtung, Computer etc. benötigt wird. Das Flachdach des Rathauses ist gut geeignet dafür. Hier haben insgesamt 36 sogenannte Photovoltaik-Module Platz gefunden. Sie sitzen in einer Art Dachform auf dem Dach des Gebäudes auf. Es wird hier jährlich so viel Strom erzeugt, wie drei Dreipersonenhaushalte ungefähr im ganzen Jahr verbrauchen.

Das System funktioniert so, dass der erzeugte Strom vorrangig direkt im Rathaus verbraucht wird. Was nicht unmittelbar abgenommen werden kann, wird in das Stromnetz eingespeist. Für diesen Strom erhält die Stadt eine kleine Vergütung, deren Höhe über das Erneuerbare-Energien-Gesetz festlegt wird. Es lohnt sich in jedem Fall, so viel wie möglich des durch die Solaranlage erzeugten Stroms selber zu verbrauchen: Der Preis für eine Kilowattstunde Strom, die aus dem Netz bezogen wird, liegt nämlich deutlich über der Vergütung, die der Anlagenbetreiber für die eingespeiste Kilowattstunde erhält. Die Anlage auf dem Rathausdach wurde entsprechend so geplant, dass der Eigenverbrauchsanteil möglichst hoch liegt. Knapp 90 % des erzeugten Stroms kann direkt vor Ort genutzt werden.

Seit Inbetriebnahme der Anlage Ende Juni 2019 konnte aufgrund der vielen Sonnenstunden bereits mehr Strom erzeugt werden, als ein Dreipersonenhaushalt im Schnitt jährlich verbraucht.

Das Projekt ist ein Ergebnis der Bemühungen der Stadt Bad Orb, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Neben zahlreichen Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit werden beispielsweise auch die kommunalen Liegenschaften in den Fokus genommen und Wege zur energetischen Sanierung und zur Energieeinsparung beschritten. Die Nutzung von Solarstrom nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. So werden Gebäude immer auch auf ihre solare Eignung hin untersucht. Im Falle des Rathauses wurde ein Finanzierungs- und Betreibermodell angewendet, welches beispielgebend für andere Projekte sein könnte: Die König Ludwig I. Stiftung als Eigentümer des Rathausgebäudes und Vermieter der Stadt finanzierte die Anlage. Die Stadt mietet die Anlage und ist Betreiber. Das Projekt fördert nicht nur aktiv die Energiewende und spart CO2-Emissionen, sondern ist auch ein Gewinn für beide Seiten: Die Stiftung erhält eine monatliche Miete und die Stadt spart Stromkosten ein.

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