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Orgelkonzert mit Vogt und Erdmann: Vier Hände - Vier Füße

am 13.09.2016

Am Sonntag, 2. Oktober, 18 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche Bad Orb

Bad Orb. Wenn vier Hände und vier Füße zusammenkommen, heißt das nicht, dass es zu ungeordneten Verstrickungen führen muss. Im Gegenteil: Alles muss geordnet gefügt sein, damit die Stimmen ihr eignes musikalisches Profil zeigen können.

Nicht gerade häufig finden sich zwei Organisten zum vierhändigen und vierfüßigen Spiel zusammen, dazu sind sie allzu oft musikalische Einzelkämpfer. Eine Probe vierhändigen Orgelspiels möchten der Frankfurter Orgelvirtuose Johannes von Erdmann und der Bad Orber Kantor Klaus Vogt am Sonntag, 2. Oktober, 18 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche bieten. Aus dem reichen Schatz vierhändiger Orgelmusik, zu denen gleichermaßen Originalkompositionen wie auch Bearbeitungen bekannter Stücke gehören, werden die beiden Organisten Werke von Pachelbel (dessen berühmter "Kanon"), Rinck, Hesse und Mozart vortragen. Ein kleines musikalisches Kuriosum mit humorvollem Einschlag stellt "Ein ländliches Hochzeitsfest" des schwedischen Komponisten Franz Berwald (1796 bis 1868) dar. Außerdem gibt es Virtuoses von Denis Bédard zu hören. Ein abwechslungsreiches und spannendes Programm!

Um einen freiwilligen Kostenbeitrag wird gebeten.

Der Organist und Cembalist Johannes von Erdmann begann seine organistische Ausbildung bei Rosalinde Haas, nachdem er sich bereits jahrelang dem Klavier- und Violinspiel gewidmet hatte. Er studierte in Frankfurt zunächst Schulmusik und Religionspädagogik, dann Kirchenmusik, u.a. Orgel bei H.-J. Bartsch, Cembalo bei Chr. Pfeiffer und schloss 1983 mit dem A-Examen ab. Es folgte ein zweijähriges Studium als Stipendiat des DAAD in der Orgel-Solo-Klasse von Marie-Claire Alain, in Paris. 1985 erhielt er hier einen ersten Preis mit Auszeichnung, 1986 den Prix d´Excellence. Verschiedene Meisterkurse bzw. Privatstunden bei namhaften Lehrern wie Luigi Ferdinando Tagliavini, Huguette Dreyfus (Cembalo) und Daniel Roth (Improvisation) rundeten die Ausbildung ab, die er 1986 mit dem Konzertdiplom abschloss. Von 1987 bis 2001 war er hauptamtlicher A-Kirchenmusiker in Lorch a. Rhein und veranstaltete über die Region hinaus bekannte Konzertreihen. Derzeit ist er an der Kirchenmusik- A-Stelle des Bistums Limburg in Frankfurt/Niederrad tätig und leitet auf Bistumsebene seit 2007 die „Fachkommission Organistenausbildung“ und ist Prüfungsvorsitzender für die Diözese. Seit 1989 ist er außerdem Dozent für Orgelspiel (er leitet die Orgelklasse), Improvisation und angewandte Musiktheorie sowie Methodik an Dr. Hoch´s Konservatorium – Musikakademie Frankfurt. Von 2001 bis 2006 war er Lehrbeauftragter für künstlerisches Orgelspiel an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, ebenso in Frankfurt. Seine Konzerttätigkeit im In- und Ausland (Europa, Asien, Amerika) hat Johannes von Erdmann ebensoviel Anerkennung verschafft wie Rundfunk- bzw. Fernsehproduktionen und CD-Einspielungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit gilt dem Orgelwerk Marcel Duprés. Er ist mit zahlreichen Kursen zu speziellen Themen der Orgelliteratur und der Improvisation, u.a. an der State University New York, hervorgetreten. Der Rheingau-Taunus-Kreis verlieh ihm den Kulturpreis 1998.

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