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Veterinäramt löst Viehbestand in Biebergemünd auf:

am 27.03.2015

„Erhebliche Mängel“

Biebergemünd. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Main-Kinzig-Kreises hat am Donnerstag, 26. März, am Ortsrand von Biebergemünd-Roßbach einen größeren Viehbestand aufgelöst. Insgesamt wurden rund 60 Rinder eingefangen und abtransportiert. Hintergrund der Aktion waren erhebliche Mängel bei der Tierhaltung über einen langen Zeitraum sowie grundlegende Verstöße gegen das Tierseuchenrecht.
In der Vergangenheit mussten die Fachleute des Veterinäramtes wiederholt strenge Auflagen formulieren, um wenigstens die Mindestversorgung der Rinder, darunter viele Jungtiere, zu sichern. Dabei hat sich der Eindruck bestätigt, dass der verantwortliche Landwirt die notwendigen Aufgaben nicht mehr selbständig gewährleisten kann. Auch gab es keine zuverlässigen Anzeichen für eine grundlegende Verbesserung der Situation, da sich der Tierhalter im Umgang mit den Behörden uneinsichtig und nicht kooperativ zeigte.
Wie Kreisbeigeordneter Matthias Zach informiert, hat der Kreis aufgrund der klaren Faktenlage schließlich am 27. Februar eine Anordnung über ein Rinderhalte- und Betreuungsverbots abgeschickt. Darin wurde die Auflage formuliert, den Rinderbestand bis zum 16. März aufzulösen und den entsprechenden Nachweis bis zum 23. März zu liefern. Doch sämtliche Fristen sind ohne Ergebnis verstrichen. In der Konsequenz wurde nun mit hohem logistischem Aufwand der Abtransport der Herde veranlasst.
Mit Unterstützung von erfahrenen Viehtreibern und mit Hilfe von Absperrgittern der Messe Wächtersbach konnten die Beschäftigten des Veterinäramtes die Rinder auf dem weitläufigen Areal einfangen und auf zwei Fahrzeuge verladen. Dabei wurde der Zustand der Tiere erfasst und protokolliert. Wie die Tierärzte bestätigen mussten, war der Ernährungszustand sichtbar mangelhaft, mehrere Kühe waren krank und es fehlten vereinzelt die vorgeschriebenen Markierungen. Die genaue Untersuchung erfolgt nun in den kommenden Tagen.
Während der Aktion musste die Polizei aus Gelnhausen für Sicherheit sorgen, da der betroffene Landwirt gegenüber den Beschäftigten des Kreises massive Drohungen ausgestoßen hatte. Nachdem eine Schlichtung nicht möglich war, wurde er vorsorglich auf das Revier mitgenommen, konnte jedoch am Abend jedoch wieder nach Hause zurückkehren.
Kreisbeigeordneter Matthias Zach zeigte sich nach der erfolgreichen Maßnahme erleichtert, dass alles zügig und reibungslos verlaufen ist. „Hier wurde unter schwierigen Bedingungen eine professionelle Arbeit geleistet“, sagt der zuständige Dezernent, der ausdrücklich den Beschäftigten des Veterinäramtes und den Polizeibeamten für ihren umsichtiges Vorgehen dankt.

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