Menü Button Lupe
Bad Orber Blättche - Logo
Bad Orber Blättche - Startseite
Bad Orber Blättche
In Aufenau erlernen die Asylbewerber aus Eritrea und Äthiopien in der Gruppe (mit Helga Dickert) wie auch im Einzelunterricht (mit Norbert Herkt) die deutsche Sprache.

Kolpingsfamilie Aufenau:

am 26.03.2015

In sieben Monaten schon einiges erreicht

Mitglieder der Kolpingsfamilie Aufenau helfen bei der Integration junger afrikanischer Asylbewerber
Wächtersbach-Aufenau. Man sah die jungen afrikanischen Flüchtlinge auf der Straße, wollte helfen, fragte sich, wie man das macht. Keiner der Kolpinger hatte in Sachen Hilfe bei der Integration bisher Erfahrungen gesammelt. Beim Besuch des „Runden Tisches“ im Rathaus Wächtersbach  kam es dann zum Informationsgespräch zwischen dem Aufenauer Kolping-Vorsitzenden Robert Kraus und dem Aufenauer Vermieter zweier Wohngemeinschaften mit zusammen acht Flüchtlingen aus Eritrea und Äthiopien. Man machte dem Kolpinger Mut: „Gehe einfach hin, klingele,
stelle dich vor und biete deine Hilfe an.“ Abrehe öffnete damals die Tür, begrüßte den ihm unbekannten Aufenauer mit den bisher gelernten deutschen Worten: „Guten Tag, wie geht es dir?“ und schon standen beide im Gemeinschaftsraum der Gruppe. Das alles geschah Anfang September 2014. Mit Worten und vielen, vielen Handzeichen und Gesten machte Robert Kraus den acht Männern deutlich, dass er ab sofort Woche für Woche jeweils mittwochs mit ihnen 90 Minuten Deutsch lernen möchte. Schon Ende Okober 2014 bekam der Kolpinger durch Helga Dickert  Biebergemünd) - in ihrem Elternhaus wohnen die acht Afrikaner - Unterstützung. Die Flüchtlinge bekommen seit dieser Zeit auch noch montags 90 Minuten Deutschunterricht.
In den zurückliegenden Monaten nahmen die Flüchtlinge auch an Veranstaltungen der Kolpingsfamilie Aufenau teil. Dabei knüpften weitere Kolpinger Kontakte zu den acht Flüchtlingen. Ein Höhepunkt war sicherlich die gemeinsame Feier des orthodoxen Weihnachtsfestes im Januar 2015 mit Gottesdienst in der Aufenauer Pfarrkirche und gemeinsamen Essen im Alten Pfarrhaus. Neben den sechs orthodoxen Christen waren zur Überraschung der Kolpinger an diesem Abend auch noch Christen und auch Muslime aus den Wohngruppen in der Bamberger Straße in Aufenau
und aus Neudorf gekommen.
Da sich die sprachlichen Fähigkeiten bei den Flüchtlingen doch sehr unterschiedlich entwickelten, begann die Kolpingsfamilie im Januar 2015
zu den beiden Gruppenterminen noch mit Einzelunterricht im Fach Deutsch. Mittlerweile kann Robert Kraus melden, dass sechs Flüchtlinge  - vier Männer und zwei Frauen - regelmäßig durch Kolpingmitglieder Einzelunterricht erhalten. Kraus: „Überaus erfreulich ist dabei, dass neben der
Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse auch ganz persönliche Kontakte geknüpft werden und sich die Helfer verantwortlich fühlen für
ihre jeweiligen Schützlinge auch in ganz unterschiedlichen Belangen des
Alltags. "
Ganz schwer ist es für die Helfer der Kolpingsfamilie, die jungen Flüchtlinge an die deutsche Arbeitswelt heranzuführen. „Daher sind wir überglücklich, dass die Spessartklinik Bad Orb Meron W. eine Arbeitsstelle beim Reinigungspersonal gab und dass Herr Dr. Jonas (Wächtersbach) eine Praktikumsstelle für Hiwot E. und Herr Unthan vom AWO-Altenheim Wächtersbach einen Praktikumsplatz für Abrehe Z.  bereit stellen wollen“, so Kraus. Er appelliert weiterhin an die Arbeitgeber in der Umgebung von Wächtersbach: „Geben Sie den jungen Afrikanerinnen und Afrikaner mit einem Praktikumsplatz die Chance, die Arbeitwelt in unserem Land kennenzulernen. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur Integration dieser junger Menschen“.

Privater Kleinanzeigen-Markt

Alle Kleinanzeigen ansehen
Auslagestellen Mein Blättche