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Landrat Thorsten Stolz (links) übergibt eine Zuwendung des Main-Kinzig-Kreises über 130.000 Euro an Ortsvorsteher Alexander Happ (rechts) sowie die beiden Stadtverordneten Gerhard Gaul (Zweiter von links) und Tobias Betz sowie Magistratsmitglied Simone Riefer. Die Summe stammt aus dem Kreisausgleichsstock und ist für die Sanierung des Schwimmbades in Ulmbach bestimmt.

Landrat Stolz: "Eine Investition, die lebensrettend sein kann"

am 08.08.2020

Zuwendung in Höhe von 130.000 Euro aus dem Kreisausgleichsstock für die Sanierung des Steinauer Freibades in Ulmbach übergeben

Steinau-Ulmbach / Main-Kinzig (MKK/fw). Mit 130.000 Euro aus dem Kreisausgleichsstock unterstützt der Main-Kinzig-Kreis die Sanierung des Schwimmbades im Steinauer Stadtteil Ulmbach. Landrat Thorsten Stolz besuchte das Freibad und sprach dort mit dem Stadtverordneten und Ortsvorsteher Alexander Happ, den beiden Stadtverordneten Gerhard Gaul und Tobias Betz sowie dem Magistratsmitglied Simone Riefer über den Stand der Sanierung. „Die Förderung des Kreises ist ein klares Bekenntnis zur Bäderlandschaft und zum ländlichen Raum“, sagte der Landrat.

Bei schönstem Sommerwetter herrscht in dem Freibad normalerweise reger Badebetrieb. Doch aufgrund der geplanten Sanierungsarbeiten ruht der Betrieb in diesem Sommer. Der Main-Kinzig-Kreis hatte die Stadt Steinau bei der Bewerbung um Fördergelder aus dem Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) des Landes Hessen unterstützt und das Freibad in Ulmbach mit dem Vermerk „hohe Priorität“ versehen. Die Bewerbung wurde jedoch in der ersten Förderrunde nicht berücksichtigt, deshalb sprang der Landkreis ein. „Ein Schwimmbad zu sanieren, ist teuer und für die Kommunen auch ohne wirtschaftliche Einbußen durch die Corona-Pandemie bereits ein großer Kraftakt“, erklärte der Landrat. Die Zuwendung aus dem Kreisausgleichsstock sei deshalb auch als Zeichen der Anerkennung gedacht. Die finanzielle Hilfestellung soll dazu beitragen, in der Region den Erhalt einer modernen Bäderlandschaft zu fördern. „Wir wollen, dass Kinder überall im Kreisgebiet die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen, ohne große Entfernungen zurücklegen zu müssen“, sagte der Landrat, der den Besuch für eine Besichtigung nutzte. Das Ulmbacher Kleinod wird seit ein paar Jahren technisch und energetisch fit gemacht wird für die nächsten Jahrzehnte. Seit einigen Jahren schon wird das Wasser im Becken über eine Solaranlage beheizt. „Durch die Anlage kann ein großer Teil an Heizkosten eingespart werden“, sagte Alexander Happ. 

Die Stadt Steinau hat in den zurückliegenden Jahren viel Geld investiert, um die beiden städtischen Schwimmbäder energetisch zu sanieren und technische Anlagen sowie die Schwimmbecken instand zu setzen. Während die Arbeiten im Innenstadt-Bad seit einigen Jahren abgeschlossen sind, gibt es im Ulmbacher Schwimmbad noch einiges zu tun. Das Bad liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule und ist für den Steinauer Stadtteil, der staatlich anerkannter Erholungsort ist, ein wichtiger infrastruktureller Baustein, erklärte Ortsvorsteher Alexander Happ und fügte hinzu: „Wir hatten schon einige Urlaubsgäste, die erzählt haben, dass sie bei uns das Schwimmen gelernt haben.“ Auch viele Flüchtlingsfamilien, die in Ulmbach untergebracht wurden, haben dort schwimmen gelernt. Überhaupt ist das Schwimmbad ein gern genutzter Treffpunkt, insbesondere für die Jugend. Denn ein Dorfgemeinschaftshaus gib  es in dem Ort nicht. Um die Stadt bei der Sanierung finanziell zu unterstützen, finden regelmäßig Schwimmbadfeste statt. Erst kürzlich wurde von engagierten Bürgerinnen und Bürgern ein Förderverein gegründet mit Philipp Merz (Steinau) als Vorsitzendem und Liane Heid (Ulmbach) als Stellvertreterin. Das Bad verfügt über eine Rutsche, die bei normalem Badebetrieb fast ständig belagert ist. Das Becken bietet Platz für Schwimmer und Nichtschwimmer und das große Kinderplanschbecken ist mit einem Wassersprudler und einem großen Sonnensegel ausgestattet, um die zarte Kinderhaut vor allzu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch abseits der Becken ist für Unterhaltung gesorgt: Es gibt ein Volleyballfeld und eine Tischtennisplatte.

Viel Geld ist in die Erneuerung der Schwimmbadtechnik geflossen, auch mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). Im Technikraum wird das Wasser nach modernen Standard gefiltert und wieder aufbereitet, bevor es zurück ins Becken gepumpt wird.  Die Anlagen aus den 1970er Jahren mussten dringend erneuert werden. Auch die gekachelte Beckenauskleidung ist über die Jahrzehnte hinweg marode geworden und soll ersetzt werden durch eine Edelstahlwanne, die für die nächsten 50 Jahre halten soll. Die Hoffnung der Ulmbacher: Dass alles bis zur Badesaison 2021 fertig ist, damit wieder Leben ins Schwimmbad einkehrt und man im Sommer schon von weitem die im Wasser vergnügt herumtollenden Kinder hören kann. „Das Geld ist hier gut angelegt und kommt direkt bei den Menschen an, die hier leben und die hoffentlich schon in jungen Jahren die Gelegenheit vor Ort nutzen und das Schwimmen lernen“, sagte Landrat Thorsten Stolz. Auch wenn die Zahl der Menschen, die 2019 bei Badeunfällen in Hessen ums Leben kamen, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken war, so gelte es nach wie vor, möglichst vielen Menschen frühzeitig das Schwimmen beizubringen, um Badeunfällen vorzubeugen. „Vor allem Kinder können immer weniger richtig schwimmen und deshalb braucht es auch Frei- und Hallenbäder in unseren Städten und Gemeinden“, sagte Landrat Thorsten Stolz abschließend.

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