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Bekommt Steinau fünf Windkraftanlagen am Hundsrücker Berg?

am 23.10.2019

Bürgerversammlung am Montag, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Rathaus-Markthalle

Steinau / Main-Kinzig. Der Magistrat der Stadt Steinau an der Straße  lädt zu einer Bürgerversammlung am kommenden Montag, 28. Oktober, um 19 Uhr in die Markthalle des Rathauses ein. Es geht um die Errichtung von fünf Windkraftanlagen am Hundsrücker Berg. Jede der Anlagen soll 247 Meter hoch werden. Der Abstand zur Gemeinde Marborn wird weniger als 1.100 Meter betragen.

"Die Auswirkungen werden in Marborn und in Steinau bei Tag und Nacht zu spüren sein. Bei Tag werden die eine neue Größendimmension erreichenden Anlagen als bedrohlich nahe und hoch wahrgenommen. Wenn die 81 Meter langen Flügel sich bei Tag drehen und bei Nacht die Flugbefeuerung grell blinkt, wird das Auge keine Ruhe mehr finden. Bei Wind werden die Anlagen Lärm erzeugen und empfindliche Menschen werden den Gesundheitsgefahren des Infraschalls, z. B. Pulsieren auf dem Trommelfell, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Tinitus ausgesetzt sein", so Heinz Josef Prehler, vom Verein Gegenwind Bad Orb.

Die vom Regierungspräsidium vorgesehene Windvorrangfläche beträgt nur ca. zwölf Hektar. Gerade groß genug für eine Anlage. Die früher größere Fläche wurde aus artenschutzrechtlichen Gründen reduziert. Die fünf Anlagen benötigen ein Mehrfaches der ausgewiesenen Vorrangfläche. Die Begründung, die artenschutzrechtliche Datenlage hätte sich teilweise verbessert, ist unglaubwürdig. Ähnlich wurde bei den Anlagen im Spessart bei Flörsbachtal argumentiert. Jetzt fliegen die Rotmilane über die kürzlich gerodeten Waldflächen.

Prehler weiter: "Die wirtschaftliche Lage hinterläßt auch im Stadtsäckel von Steinau Löcher, welche geschlossen werden müssen. Der Investor verspricht viel Geld. Mindestens die Gewerbesteuer, welche versprochen wird, ist jedoch erst in vielen Jahren zu erwarten. Seine Versprechungen müssen genau hinterfragt werden. Was passiert, wenn die Anlagen weniger Strom erzeugen, als kalkuliert oder wenn der Betreiber insolvent ist oder die Anlagen weiterverkauft werden? Ist die restlose Demontage einschließlich der gigantischen Fundamente sichergestellt? Es ist zu erwarten, dass der Magistrat die Bürger vor die Wahl stellen wird: "Windkraftanlagen oder Steuererhöhungen?" Es liegt jetzt an den Bürgern zu entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Menschen- und Naturschutz und Wohnqualität oder eine eventuell drohende Steuererhöhung? Deshalb wird die Teilnahme an der Veranstaltung unbedingt empfohlen!"

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