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"Bereits ein Prozent der Fläche im Kreis mit WKAs belegt - vier weitere Prozent sollen folgen"

am 18.03.2019

Gegenwind Bad Orb: Jahreshauptversammlung am 12. April im Alfons-Lins-Haus

Bad Orb. Der Verein Gegenwind Bad Orb e. V. lädt zur Jahreshauptversammlung am Freitag, 12. April, um 19.30 Uhr ins Alfons-Lins-Haus, Pfarrgasse ein. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

In diesem Jahr stehen neben den satzungsgemäßen Punkten der Mitgliederversammlung Vorstandswahlen an. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden über die Aktivitäten des Vereins aus 2018 berichten als auch einen Ausblick auf die vor uns liegenden Aufgaben und Herausforderungen geben.

Im Main-Kinzig-Kreis befindet sich bereits jetzt fast die Hälfte aller in Betrieb befindlichen, genehmigten oder beantragten Windkraftanlagen im Regierungsbezirk Darmstadt. Derzeit sind in den beiden Altkreisen Gelnhausen und Schlüchtern schon ca. ein Prozent der Fläche mit Windkraftanlagen belegt. Zusätzlich sind laut Entwurf des Teilplans Erneuerbare Energien weitere 47 Windvorranggebiete mit ca. 4200 Hektar Land geplant. Das bedeutet, dass zusätzlich vier Prozent der beiden Altkreise für Windvorrangflächen verwendet werden sollen. Zusammen also rund fünf Prozent. Die Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern tragen in Südhessen die mit Abstand höchste Bürde bezüglich des politischen Zieles, zwei Prozent der Landesfläche für WKA bereit zu stellen. Auf der Gemarkung Bad Orb und im Naturpark Spessart stehen zum Glück derzeit noch keine dieser zwischenzeitlich bis 240 m hohen Industriegiganten. Jedoch sind sechs WKA auf dem Rosskopf in Flörsbachtal genehmigt.

Die Stadtverordnetenversammlung Bad Orb lehnt den Bau von Windkraftanlagen ab. Die Bürgermeister von Bad Orb, Bad Soden-Salmünster und Steinau fordern, dass der Naturpark Spessart frei von Windkraftanlagen bleibt. Der Landrat  des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz legte gemeinsam mit 16 Bürgermeistern gegen die drastisch einseitige Überbeanspruchung des MKK beim Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir Einspruch ein. Damit kommen aus der Politik erstmals positive Signale zur Verhinderung einer sinnlosen Zerstörung unserer Heimat.

Falls von der Regionalversammlung demnächst der o.g. Planentwurf genehmigt würde, entsteht trotz der ermutigenden politischen Signale aus dem MKK ein erheblicher Druck zum Bau der Wind-Industrieanlagen. Große Waldflächen gehören dem Land Hessen und werden von Hessenforst verwaltet. Der grüne Koalitionspartner in Wiesbaden gemeinsam mit dem grün geführten Regierungspräsidium werden alle Hebel in Bewegung setzen, unsere noch naturbelassenen Wälder zur Industrielandschaft umzubauen.

Wirksamer Widerstand entsteht nur aus der Bürgerschaft vor Ort. Wir bitten deshalb alle  Mitglieder die Jahreshauptversammlung zu besuchen. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Eine starke Beteiligung demonstriert den Willen Vieler, dass wir keine Windkraftgiganten in unserer Heimat wollen.

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