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Infos satt: ProWächtersbach lädt für den 31. Januar in den Kulturkeller ein

am 24.01.2019

Wiesbadener Rechtsanwältin Joy Hensel informiert über mögliche Maßnahmen und über Fallstricke

Wächtersbach. Die Bürgerinitiative ProWächtersbach e.V. beschäftigt sich auf pragmatischer Ebene mit den Plänen der Bahn, eine Schnellfahrstrecke zwischen Hanau und Fulda durch den Main-Kinzig-Kreis zu bauen. Nachdem sich im Dialogforum die Variante IV, also jene der sieben Alternativen, die am dichtesten an der „alten“ Trasse liegt, als die günstigste Alternative herausgestellt hat, werden die Dinge nun konkreter. Die Bahn bereitet zur Zeit die Unterlagen vor, mit denen sie ins sogenannte Raumordnungsverfahren einsteigen wird. Die favorisierte Variante IV tangiert das Neubaugebiet Wächtersbach Süd und insbesondere den Ortsteil Aufenau, aber natürlich auch Gelnhausen, Bad Soden-Salmünster, Steinau und weitere Orte Richtung Fulda. Auf der Trasse soll auch nächtlicher Güterverkehr stattfinden, baulich ist Nahe Wächtersbach ein Brückenbauwerk innerhalb der Ortslage vorgesehen.

Im (förmlichen) Raumordnungsverfahren wird neben den beteiligten Städten und Gemeinden, den Trägern öffentlicher Belange und den Verbänden auch die Öffentlichkeit mit einbezogen.

Betroffene können dann zu den Plänen Stellungnahmen abgeben. Das Verfahren endet nach Prüfung dieser Stellungnahmen mit einer landesplanerischen Beurteilung zur Raumverträglichkeit des Vorhabens. Über die Erteilung einer Baugenehmigung wird in einem anschlie0enden Planfeststellungsverfahren entschieden.
Und das heißt: Bald sind die Bürgerinnen und Bürger wieder dran. Aber nicht nur mitreden ist angesagt. Die Bahn muss, um ihre Schienen legen zu können, den entsprechenden Grund erwerben. Hier setzt die nächste Veranstaltung von ProWächtersbach an.

Der Vorstand des Vereins hat die Wiesbadener Rechtsanwältin Joy Hensel (Bild) – sie beschäftigt sich mit Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Planfeststellungsrecht, Abfallrecht und Immissionsschutzrecht – zu einem Info-Abend gebeten, an dem die Themen Raumordnung, Planfeststellung, Enteignungsverfahren, Verkehrswert, Bauerlaubnisverträge und der Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen behandelt werden sollen. Und die juristischen Fallstricke, die den betroffenen Eigentümern drohen können. Alles Themen, mit denen man sich rechtzeitig befaßt haben sollte – interessant nicht nur für die Wächtersbacher Bevölkerung, sondern auch für alle anderen, denen die Trasse quasi „vor die Haustür“ gebaut werden soll.

Veranstaltungstermin ist Donnerstag, 31. Januar, 19.30 Uhr. Die Veranstaltung findet im Wächtersbacher Kulturkeller statt. Für Vereinsmitglieder ist der Eintritt frei, von Nichtmitgliedern erhebt ProWächtersbach eine Schutzgebühr von fünf Euro. Finanzielle Unterstützung, die die Veranstaltung ermöglichte, erhielt der Verein zum einen vom Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V., zum anderen vom Ortsverband DIE LINKE Wächtersbach.

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