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Freuen sich gemeinsam über den Fortschritt der Renaturierung (von links): Kirsten Hoßfeld (MainKinzigGas), Sibylle Winkel und Matthias Kuprian (NABU), MainKinzigGas-Magazinleser Ann Christin und Manuel Benzing mit Sohn Jonah, Brigitte und Michael Fischer sowie Thomas Mathias (NABU).

Wenn Biber Burgen bauen und Blumen wieder blühen

am 11.10.2018

MainKinzigGas unterstützt NABU Main-Kinzig

Steinau / Main-Kinzig. Stück für Stück zur Natur zurück: Das Biberteichprojekt des NABU Main-Kinzig kann sich sehen lassen. Zwar sind die Arbeiten zur Renaturierung der ehemaligen Fischteichanlage bei Steinau noch nicht ganz abgeschlossen, doch große Teile des rund 9 700 Quadratmeter großen Geländes sind bereits vom Unrat befreit, der für zahlreiche Lebewesen eine enorme Gefahr darstellte.

Mit dem von MainKinzigGas finanziell unterstützten Rückbau der ehemaligen drei kleinen Forellen- sowie zwei großen Karpfenteiche zu naturnahen Wasserflächen und Sumpfzonen ist das Gebiet bereits jetzt zum Paradies für Tiere geworden. Amphibien, Biber, Schwarzstörche, Eisvögel, Pirole, Libellen, seltene Kleinfische und Muscheln leben inzwischen wieder hier.

Das ehemalige Sumpfgelände bei Steinau wurde in den 1960er Jahren ausgebaggert und über Jahrzehnte als Freizeit- und Angelgelände genutzt, bis es sich selbst überlassen blieb. „Eine Vielzahl ökologischer Probleme, wie etwa der Wuchs standortfremder Bäume, die völlige Beschattung des Geländes oder die Ansiedlung nicht heimischer Fische wie Gras- und Marmorkarpfen, entstand“, erklärt Sibylle Winkel vom NABU. „Viel schlimmere Gefahren lauerten jedoch auf die heimische Tierwelt in Form zahlreicher gespannter Stacheldrähte und Netze. Und als größtes Problem erwies sich die großflächige Verbauung von Eisen- und Asbestplatten, Beton, Rohrleitungen und Stahlspundwänden.“

Zahlreiche Arbeitseinsätze nötig

All das zu beseitigen benötigt Zeit. Der Löwenanteil ist jedoch geschafft: Insgesamt neun große, bis zum Rand mit Schrott und Bauschutt gefüllte Container verließen das Gelände zum Abschluss einer mehrtägigen Arbeitsaktion mit über 20 Helfern. Mehrere halb zerfallene Hütten und Verschläge, unzählige Metallpfosten und Leitplanken sowie – unter Einsatz von schwerem Gerät – auch Betonplatten wurden entfernt. Stacheldraht und Zäune wurden zurückgebaut, Überspannungen demontiert. Mit viel Sorgfalt und unter Einsatz von Schutzkleidung entsorgten die Helfer zahlreiche Asbestplatten ordnungsgemäß. Weniger schädlich, dafür aber standortfremd waren Douglasien, Blaufichten und andere Nadelbäume, die den Teichen zudem jegliche Sonne nahmen. Deshalb mussten auch sie an Ort und Stelle weichen. „Es ist unglaublich, mit wieviel Einsatz sich die NABU-Mitglieder für dieses Projekt stark machen“, lobt MainKinzigGas-Geschäftsführer Herbert Kiefer. „Für uns ist ganz klar, solch ein Engagement zum Schutz unserer Umwelt muss unterstützt werden.“

Pause fürs Brutgeschäft


In den Sommermonaten mussten die Arbeiten erst einmal ruhen: Das Brutgeschäft der bereits brütenden Gebirgsstelze sowie des Grünfüßigen Teichhuhns sollte ohne Störung ablaufen. Und auch die im Gebiet lebende Biberfamilie sollte ihren Nachwuchs ohne Krach und Lärm aufziehen können.
Libellen und Schmetterlinge erfreuten sich an endlich wieder blühenden Sumpfdotterblumen, an Teufelsabbiß oder Schachblumen. Und mit etwas Glück findet hier neben dem Biber bald auch der Otter eine neue Heimat. Das würde MainKinzigGas ganz besonders freuen, schließlich ist Oscar, der kleine Otter, das Maskottchen des regionalen Energiedienstleisters.

Wie geht es weiter?

Als nächstes unterstützt MainKinzigGas den NABU Main-Kinzig bei seinem Projekt „Rettet die Kreuzotter“. Hier soll der Lebensraum der Kreuzotter durch das Anlegen von Steinriegeln und Winterquartieren im hessischen Spessart verbessert werden.

Sie möchten mit einer Spende oder tatkräftig helfen?

NABU Kreisverband Main-Kinzig e. V.
Ansprechpartnerin: Sibylle Winkel, s.winkel@nabu-mkk.de
Bankverbindung:
Frankfurter Volksbank
IBAN: DE73 5019 0000 6401 5064 44
BIC: FFVBDEFF
Stichwort: „Biberteiche“

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