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Gegenwind Bad Orb übergibt Forderungskatalog an Volker Bouffier

am 20.09.2018

Bad Orb. Anlässlich einer CDU-Wahlkampfveranstaltung kam Ministerpräsidenten Volker Bouffier nach Bad Orb. Windkraftgegner aus Bad Orb und den umliegenden Gemeinden nutzten die Gelegenheit, die auch von ihm zu vertretene Politik der verfehlten Energiewende zu kritisieren. Trotz seines späten Eintreffens nahm er sich die Zeit zu einem kurzen Meinungsaustausch. Heinz Josef Prehler, Vorsitzender des Vereins Gegenwind Bad Orb und auch CDU-Mitglied, trug ihm vier Kernforderungen vor: „Der Wald in Hessen soll nicht länger für Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt werden. Wir brauchen den Wald zu Erholungszwecken und er ist ein bedeutender Speicher für Kohlendioxid. Der Abstand zur Wohnbebauung soll, wie in Bayern, mindestens zehnmal die Höhe der Windkraftanlagen betragen. Die Anlagen werden immer höher. Die Windkraftanlagen bei Wächtersbach sind ca. 200 m hoch. Die Industriegiganten, welche zur Zeit entlang der Autobahn A66 bei Steinau – Breitenbach gebaut werden, sind bereits ca. 240 m hoch. Weiterhin soll der Privilegierungsparagraph 35 des Baugesetzbuches ersatzlos für Windkraftanlagen gestrichen werden. Die Windkraftindustrie und jeder Investor kann auf dieser Grundlage vorbei am Willen von Gemeinden und Bürgern unsere Heimat mit Windkraftanlagen beschädigen. Des Weiteren soll die Zwei-Prozent-Regelung ersatzlos gestrichen werden, mit der eine gewisse Steuerung der bebaubaren Flächen in Zukunft erreicht werden soll.“

Der Ministerpräsident kannte diese Forderungen und wies darauf hin, dass die 10 H–Regelung Eingang in das CDU-Wahlprogramm für die Landtagswahl gefunden hat. Er erinnerte ausführlich an den hessischen Energiegipfel von 2012, bei dem alle im damaligen Landtag vertretenen Parteien z B der Zwei-Prozent-Regelung zustimmten“.

Prehler: „Leider ergänzte er nicht, dass zwischenzeitlich sechs Jahre verstrichen sind, ohne dass wegen nicht vorhandener Erfolge bei der Einsparung von Kohlendioxid ernsthafte Konsequenzen gezogen werden. Er führte aus, dass man sich von der Windhöfigkeit bei uns mehr erhofft hatte und lies hier eine gewisse Enttäuschung durchblicken. Bezugnehmend auf die Zwei-Prozent-Regelung meinte er, dass damit 98 Prozent der Flächen frei bleiben. Für uns Landbewohner ist dies jedoch untragbar. Große Flächen, wie z. B. alle bebauten Stadt- und Gemeindeflächen, Straßen, Flughäfen kommen für den Bau von Windkraftanlagen nicht infrage. Für Wälder und offene Landflächen fällt ein viel höherer prozentualer Anteil an. Alleine im Naturpark Spessart sind fast fünf Prozent der Fläche für die Windenergie im Entwurf des Regionalplan Süd vorgesehen. Darauf eingehend erwiderte er, dass der Plan noch verabschiedet werden müsse und dass noch Korrekturen zu erwarten seien. Abschließend meinte er, dass man sich hierzu zu noch einmal sprechen wird.“

 

 

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