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Bischof Martin Hein (Fünfter von links) tauschte sich mit Vertretern aus der Kommunalpolitik und dem Kirchenkreis aus.

Hein: „Wir müssen gegenüber jedem, der politisch Verantwortung übernimmt, dankbarer werden“

am 14.09.2018

Kommunalpolitiker tauschen sich mit Bischof Hein aus

Main-Kinzig. Bischof Martin Hein hat sich während einer dreitägigen Visitation im Kirchenkreis Hanau mit Landrat Thorsten Stolz sowie einigen Rathauschefs aus dem Kirchenkreisgebiet getroffen. Zusammen mit Dekan Martin Lückhoff, dessen Stellvertreterin Ines Fetzer und Bernd Laukel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, diskutierten sie in Nidderau Themen, die die Politiker vor Ort wie auch die Evangelische Kirche aktuell beschäftigen.

Landrat Stolz gab einen Überblick über die jüngere Entwicklung des Kreises, an die sich die Hauptthemen der folgenden Diskussion anschlossen, etwa der Wohnungsmarkt, der schwieriger gewordene innergesellschaftliche Austausch und die Suche nach Fachkräften insbesondere in sozialen Berufen. „Wir verzeichnen ein starkes Wachstum im Kreis, sowohl wirtschaftlich als auch bei der Bevölkerungszahl. Das ist ein Erfolg der kommunalen Familie, aber zugleich Verpflichtung, darauf mit einem Ausbau der Infrastruktur zu reagieren. Alleine schon im Bereich Wohnen: Für Haushalte mit kleinem Einkommen ist es in Teilen des Kreises schwerer geworden, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Darauf muss Politik reagieren“, erklärte Stolz.

In diesem Kreis stecken jede Menge positive Potenziale“, sagte Bischof Martin Hein, der selbst über viele Jahre in Hanau-Kesselstadt gelebt hat. Gleichwohl sei Kommunalpolitik und die Entwicklung von Ortsteilen und Regionen schwieriger geworden. Das fange bei der Ausweisung von neuen Wohngebieten an und erstrecke sich über viele weitere Bereiche. „Politische Entscheidungen werden schwieriger, je näher sie an die Menschen herankommen, also gerade auch kommunalpolitische Entscheidungsprozesse.

Eine niedrigere Empörungsschwelle auf vielen Feldern öffentlicher Debatten konstatierte Hein; Erfahrungen dieser Art mache auch die Kirche. Gegen Rassismus und Hetze habe die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck jedoch eine klare ablehnende Haltung. Die positive Haltung zu ehrenamtlichem Engagement allgemein und zu kommunalpolitischem Mitwirken sei da ebenso klar. „Wir müssen gegenüber jedem, der politisch Verantwortung übernimmt, dankbarer werden“, erklärte Bischof Hein.

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