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Ökumenische Bergandacht als Inspirationsquelle für Komposition von Jacob de Haan

am 05.08.2018

Besinnliche Momente im großen Trubel des 15. Internationalen Blasmusikfestivals der Jugend Europas

Bad Orb. Von überall werden die Klänge der Blasmusik wieder zu hören sein, wenn sich am zweiten Septemberwochenende über 1.300 Musikerinnen und Musiker aus 13 Nationen in Bad Orb treffen. Neben den großen Feierlichkeiten und den einzigartigen Konzerten bleibt aber für die Musiker und Gäste auch Zeit, inne zu halten und bei der ökumenischen Bergandacht am Samstagnachmittag, 8. September, um 15 Uhr, die ruhigen Augenblicke des Festivals und die leisen Töne der Orchester zu genießen.

Die ökumenische Bergandacht ist seit 2008 fester Bestandteil des Programms und immer ein Moment der Ruhe und der inneren Einkehr inmitten des ganzen Treibens zu Füßen des Molkenbergs. Die christliche Zeremonie wird von fünf teilnehmenden Orchestern als auch durch die kirchlichen Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinde gestaltet. In diesem Jahr sorgen die Jugendkapelle Elchingen, das Jugendor- chester „Harmonie“ Gresaubach, das Blasorchester Kaltenkirchen sowie die St. Mary’s Brass and Reed Band aus Irland und der Musikverein Kurorchester Oberlaa aus Österreich für die Umrahmung der Bergandacht.

Nach der Zeremonie wird eines der Orchester auch weiterhin die Besucher musikalisch unterhalten.
Vom Molkenberg aus können Besucher und Musiker die gesamte Konzertmeile überblicken und sogar das Festzelt am Anfang des Kurparks ist zu sehen. Getragen durch den Wind hört man die vielen unterschiedlichen Melodien aus der Innenstadt bis hinauf auf den Bad Orber Hausberg. An diesem Rückzugsort kamen Jacob de Haan bei seinem Besuch im Jahr 2010 die ersten Ideen zu seiner Komposition „Call of the Valley“, die dann zwei Jahre später im Rahmen einer Serenade von den beiden Bad Orber Orchestern welturaufgeführt wurde.

„Es gibt das einmalige Erlebnis, bei der Bergandacht auf dem Molkenberg zu stehen und die Musik der unterschiedlichen Orchester und Gemeinschaften bis hinauf zu hören, musikalisch wieder. Die Musik ist wie der Pfeifenrauch der Indianer, der hinaufsteigt, um ihren großen Geist milde zu stimmen. Ist das nicht die Bedeutung von Blasmusik – die Zuhörer einzubinden, mitzunehmen, ja auch zu berühren? Genau das findet in Bad Orb statt: ein internationaler Ruf der Musik und ein Miteinander der Länder Europas“, so beschreibt Jacob de Haan das eigens für Bad Orb geschriebene Stück.

Das dreiteilige Werk beginnt in festlich marschierendem Tempo, gefolgt von sakraler Musik, abseits der Bühne spielenden Instrumentengruppen und einem kleinen Marsch für Blechbläser und Flöten. Der dritte Satz ist eine Parade, bei der sich das geteilte Orchester aus verschiedenen Richtungen auf die Bühne zu bewegt. Die Bergandacht beginnt um 15 Uhr. Um 14.10 und 14.30 Uhr fährt ein kostenloser Shuttle-Bus ab Salinenplatz zum Molkenberg.