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Bild: Printhouse Bad Orb / ten

Einigkeit: "Die Mainfähre Mühlheim soll bleiben"

am 10.07.2018

Einigung nach Gespräch im Kreishaus Dietzenbach

Main-Kinzig / Offenbach. Die Mainfähre zwischen Mühlheim und Maintal-Dörnigheim soll dauerhaft erhalten bleiben. Dies ist das einstimmige Ergebnis eines Gesprächs, das heute zwischen Landrat Thorsten Stolz, Main-Kinzig-Kreis, Ralf Sachtleber, Erster Stadtrat Stadt Maintal, Daniel Tybussek, Bürgermeister Stadt Mühlheim, Landrat Oliver Quilling sowie der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger, im Kreishaus in Dietzenbach stattgefunden hat. Schon seit Stilllegung der Fähre im Herbst 2017 haben sich alle Beteiligten immer wieder über den Sachstand und die möglichen Alternativen ausgetauscht. Dabei wurde unter anderem auf das völlig ergebnisoffene Markterkundungsverfahren gesetzt, das vom Kreis Offenbach am Anfang des Jahres eingeleitet wurde und bedauerlicherweise zu keinem Resultat geführt hat. Von den sechs Interessenten wurde zum Termin weder ein verwertbares Konzept noch ein Angebot abgegeben.

Um in der Sache voranzukommen haben die Spitzenvertreter der vier betroffenen Gebietskörperschaften jetzt weitergehende Überlegungen getroffen und es ist gelungen, gemeinsam eine Lösung für den Erhalt des Fährbetriebes zu finden, die allen Interessen gerecht wird.

In einem ersten Schritt treten die beiden Kreise in Vorleistung. „Wir haben uns verständigt“, so die Verwaltungsspitzen, Landräte Thorsten Stolz und Oliver Quilling sowie Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, „dass wir hälftig die Kosten für die ausstehenden Investitionen, unter anderem die Reparatur der Winde, in einer Größenordnung von etwa 35.000 Euro tragen. Dasselbe gilt, falls eine Anschubfinanzierung erforderlich ist.“

Auch die beiden Anrainerkommunen haben ihre klare Bereitschaft ausgedrückt, zukünftig mehr Verantwortung zu übernehmen. „Gerade für Maintal und Mühlheim ist die schnelle Verbindung über den Main von Bedeutung“, erläutern Maintals Erster Stadtrat Ralf Sachtleber und Mühlheims Bürgermeister Daniel Tybussek die Zusage, „das hat die lebhafte Diskussion vor Ort in den letzten Wochen deutlich gezeigt.“

Nach den Sommerferien startet der Kreis Offenbach das Ausschreibungs-verfahren, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Hier gilt nach wie vor, dass die Fähre grundsätzlich eigenwirtschaftlich betrieben werden soll, wenngleich ein Zuschuss künftig nicht ausgeschlossen werden kann. Das haben die bisherigen Erkenntnisse aus Markterkundung und Gesprächen gezeigt. Mit dieser gemeinschaftlichen Übereinkunft sind die Weichen gestellt, um die Fähre, die noch ein gültiges Fährzeugnis bis 2021 hat, dauerhaft zu erhalten. Die notwendigen Gremienbeschlüsse werden in den kommenden Monaten herbeigeführt. „Wir gehen davon aus“, so alle Beteiligten einstimmig, „dass wir damit ein klares Signal für die Weiterführung des Fährbetriebs gegeben haben, auch wenn es noch ein wenig Geduld erfordert, bis die Fähre wieder in Betrieb geht.“

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