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Einsatz an der Zufahrt zum Flugplatz Gelnhausen: Ein Jugendlicher zeigt nach dem Genuss von zu viel Alkohol Vergiftungssymptome.

„Dayshift“: Angehende Notfallsanitäter trainieren Einsätze ganz nah an der Realität

am 11.05.2018

Fiktive Leitstelle alarmiert Auszubildende in Rettungswagen zur Versorgung von Notfall-Patienten an verschiedenen Punkten im Gelnhäuser Stadtgebiet

Gelnhausen / Main-Kinzig. Realitätsnah trainierten die Notfallsanitäter-Auszubildenden an der DRK-Rettungsdienstschule Gelnhausen verschiedene Einsatzszenarien. „Dayshift“, zu deutsch „Tagesschicht“, nennen die Ausbilder diese Übung, die von der Alarmierung durch die Leitstelle bis zur Übergabe der Patienten an die Krankenhäuser das komplette Spektrum eines Rettungsdiensteinsatzes abdeckt.

Die DRK-Kreisverbände Gelnhausen-Schlüchtern und Fulda sowie der Rettungsdienst Mittelhessen im Vogelsbergkreis hatten insgesamt fünf Rettungswagen abgestellt, in denen die Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr zu vermeintlichen Notfällen an verschiedenen Punkten in Gelnhausen ausrückten, nachdem sie von einer fiktiven Leitstelle alarmiert worden waren. Dort erwarteten sie Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, gemimt von den Notfallsanitäter-Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr. „Eine aufwendige, aber wichtige Trainingseinheit ganz nah an der Realität, die wir einmal im Jahr durchführen“, berichtete Mirko Scheuplein, Leiter der vom DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern getragenen Rettungsdienstschule.

An der Zufahrt zum Flugplatz Gelnhausen mussten die angehenden Notfallsanitäter einen Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung versorgen, am Hallenbad eine Patientin mit einem allergischen Schock und im Stadtgarten einen Herzinfarkt-Patienten. Weitere Szenarien, denen sich die Auszubildenden stellen mussten, waren ein Sportunfall am Exerzierplatz und die Versorgung eines Traumapatienten auf dem THW-Areal. Wie bei einem richtigen Einsatz im Rettungsdienst verfügten die anrückenden Notfallsanitäter zunächst nur über die meist spärlichen Informationen, die mit dem Notruf übermittelt worden waren.

Vor Ort galt es, eine Diagnose zu stellen und die Erstversorgung einzuleiten. Dann verbrachten die Notfallsanitäter-Auszubildenden ihre Patienten in den Rettungswagen, in dem sie die Versorgung fortsetzen und die zu rettende Person schließlich ins Krankenhaus transportierten. „Der Rettungsdiensteinsatz endet mit der Übergabe des Patienten ans Krankenhaus. Wir versorgen und betreuen die kranken oder verunglückten Personen also durchgehend von unserem Eintreffen am Einsatzort bis zum Krankenhaus und geben den Ärzten bei der Übergabe so viele Informationen wie möglich über den jeweiligen Krankheitszustand an die Hand“, verdeutlichte Mirko Scheuplein die Bedeutung dieser realitätsnahen Trainingseinheit. Deshalb verfolgten die Lehrkräfte der DRK-Rettungsdienstschule jeden Handgriff der Auszubildenden ganz genau, denn im Nachgang wurden die Übungseinheiten ausführlich nachbesprochen.