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Von rechts: Oliver Michel, Wirtschaftsförderung; Bettina Richter, Bauberatung und Innenstadtförderung; Jürgen Patscha, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, alle Bad Nauheim. Aus Bad Orb die Stadtverordneten Dieter Hessberger und Bernhard Acker; Daniel Simoes, Fachbereich1; Manfred Walter, Geschäftsführer Wasserversorgung; Bürgermeister Roland Weiß; Stadtverordneter Alfred Palige, Patrick Aulbach, Infrastrukturmanagement; Stadtverordneter Heinz Josef Prehler.

Prehler: Bad Nauheims Motto „Der Stadt muss es besser gehen“ gilt auch für Bad Orb“

am 13.03.2018

Bad Orber Stadtverordnete besuchten Bad Nauheim

Bad Orb. In Bad Orb steht seit langem die von Bürgern erwartete Sanierung der Innenstadt an. Aus diesem Grunde besuchten Bad Orber Stadtverordnete des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Verkehrsplanung und Städtebau, Bürgermeister Roland Weiß und Verwaltungsmitarbeiter Bad Nauheim. Eine Kommune, welche die Innenstadtrenovierung bereits gemeistert hat.

Bad Nauheim verwirklichte einen Strauß von Verbesserungsmaßnahmen. Die erst vor kurzem fertiggestellte Fußgängerzone in der Stresemannstraße ist zusammen mit der modernisierten Hauptstraße gut vergleichbar mit der Bad Orber Innenstadt. Bad Nauheim startete bereits vor ca. 15 Jahren. Der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Jürgen Patscha, leitete seinen Vortrag damit ein, dass sich die Stadt sich von der starken Abhängigkeit der Kliniken befreien wollte. Ein über einen langen Zeitraum hinausreichenden Investitions- und Ausbauplan wurde gestartet unter dem Motto „Der Stadt muss es besser gehen.“

Anfänglich waren für die Stadt die Fördermaßnahmen zur Landesgartenschau nützlich. Eine weitere frühe Maßnahme zur Aufwertung der Stadt war die Erschließung eines großen neuen Stadtteiles mit erschwinglichem Wohnraum, wo heute 1500 Menschen wohnen. Die erfolgreiche Schaffung von Wohnraum führte im Anschluss zur Schaffung eines neuen Gewerbegebietes, in dem gezielt Dienstleistungs-Betriebe angesiedelt wurden. Im nächsten Schritt wurde die Hauptstraße erneuert. Sie hinterlässt nun einen einladenden und gut frequentierten Eindruck. Neben der Straßensanierung legte die Stadt das Programm „Lokale Ökonomie“ auf. Damit wurden sanierungswillige Geschäftsleute finanziell bei der Renovierung ihrer Ladenlokale gefördert. Mit einem weiteren Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ wurden Gebäude- und Geschäftssanierungen unterstützt. Der für die Wirtschaftsförderung verantwortliche Oliver Michel betonte, dass die sanierungswilligen Interessenten bei der Umsetzung „hautnah betreut“ wurden. Bei der Ansiedlung neuer Geschäfte wurde auf Einzelhandelsgeschäfte mit Markenartikeln Wert gelegt. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreicher Straßenzug mit architektonisch zueinander passenden Elementen, wie z.B. Fensterfassaden und Warenständer im Außenbereich. Erreicht wurde dies unter anderem durch eine Gestaltungssatzung, welche die Eigenart und den Charakter des Stadtbildes erhalten und eine zeitgemäße Fortentwicklung ermöglichen soll.

Das letzte große Projekt war die im Mittelpunkt der Stadt liegende Fußgängerzone Stresemannstraße. Die Bauarbeiten zogen sich über ca. zwei Jahre hin. Grund für die lange Zeitdauer war die Erneuerung des tiefliegenden Kanalnetzes. Viele Hausanschlüsse mussten instand gesetzt werden. Zusätzlich wurden Leitungen für Internetverbindungen verlegt. Das Projekt wurde in mehrere Abschnitte unterteilt, welche nacheinander jeweils komplett fertig gestellt wurden bevor der nächste Teilabschnitt begann. Damit konnten die Einschränkungen auf ein erträgliches Maß für Ladenbetreiber und Anwohnern beschränkt bleiben, wie Bettina Richter, zuständig für Bauberatung und Innenstadtförderung berichtete. Die Oberfläche der Stresemannstraße wurde in verschiedene Zonen unterteilt. Aus Richtung Trinkkuranlage säumen Bänke einen Brunnen. Es existieren Freiflächen, auf denen Cafés und Restaurants Platz zum Bewirten ihrer Gäste finden. Bauminseln lockern das Straßenbild auf und moderne Leuchten setzen das Straßenbild ins rechte Licht. Der Straßenbelag aus grauem Sandstein und hellen Betonplatten lehnt sich an neue Pflaster in anderen renovierten Bereichen an. Besonders hier konnte man die regulierende Wirkung der Gestaltungssatzung feststellen.

Was ist das Geheimnis dieser erfolgreichen über eine lange Zeitspanne währenden Sanierungsmaßnahmen? Bürgermeister Kress und Jürgen Patscha nennen zusammenfassend drei Elemente: Kompetente, motivierte Mitarbeiter, Stadtplaner und Ausführungsfirmen, weiterhin Erschließung und Nutzung von Fördertöpfen - Bürgermeister Kress sprach im Vorgespräch von einem „erfahrenen Scout mit guten Verbindungen nach Wiesbaden“ - und mutige Eigen- und Privatinvestitionen. Letztendlich unterstützte und begleitete eine über viele Jahre hinweg stabile Stadtpolitik die anspruchsvollen Projekte.

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