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Von links: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Matthias Zach

Landrat Stolz will in bewährter Formation neue Schwerpunkte setzen

am 23.06.2017

Erste gemeinsame Pressekonferenz des hauptamtlichen Kreisausschusses

Gelnhausen / Main-Kinzig. Mit dem Amtswechsel im Main-Kinzig-Forum werden die Aufgaben nur geringfügig neu verteilt. Wie Landrat Thorsten Stolz am Dienstag (20. Juni) in einer Pressekonferenz mitteilte, werde er in Absprache mit der bisher zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler die Verantwortung für das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Kultur, Sport und Ehrenamt übernehmen.

„Die Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes sowie der enge Kontakt zu den Vereinen, Verbänden und den ehrenamtlich Tätigen sind für mich wichtige Kernthemen und für einen Landrat Chefsache“, erläutert Stolz diese Entscheidung. Darüber hinaus werde der Bereich Beteiligungsmanagement künftig als ein eigenes Referat mit höherer Priorität geführt. Der weitere Zuschnitt der Dezernate bleibt unverändert.
Kreisbeigeordneter Matthias Zach wird weiterhin die Verantwortung tragen für die Bereiche Jugend, Gesundheit, Schulverwaltung, Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Außerdem steht er unter anderem an der Spitze des Eigenbetriebes Jugend- und Freizeiteinrichtungen, der Main-Kinzig-Gas GmbH und ist Vorsitzender des Zentrums für Kinder, Jugend und Familie.

Die Bereiche Umwelt Naturschutz und ländlicher Raum sowie Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration werden auch künftig im Dezernat 2 von der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler gesteuert. Sie ist zudem verantwortlich für das Kommunale Center für Arbeit (KCA), die Beschäftigungsgesellschaft AQA, die Alten- und Pflegezentren, die Kreissparkasse Schlüchtern, die Abfallwirtschaft, die Bildungspartner, den Naturpark Hessischer Spessart und die neue Tourismusgesellschaft.

Landrat Thorsten Stolz übernimmt mit dem Dezernat 1 die internen Bereiche Personal, Planung und Organisation, Finanzen und EDV, das Rechtsamt sowie das Amt für Prüfung und Revision. Außerdem gehören in seine Verantwortung das Gefahrenabwehrzentrum, die Bauaufsicht, die Kommunalaufsicht und die Referate Sitzungsdienste und Partnerschaften sowie Presse und Information. Zudem bestimmt er an vorderster Stelle die Geschicke der Kreiswerke Main-Kinzig, der Main-Kinzig Kliniken, der Breitbandgesellschaft sowie der Kreissparkasse Gelnhausen und der Sparkasse Hanau.

„Wir haben uns darauf verständigt, dass die bisherigen Strukturen sinnvoll und erfolgreich waren“, erklären Stolz, Simmler und Zach. In dieser bewährten Formation sollen auch die künftigen Aufgaben in Angriff genommen werden. Hier stehe zunächst einmal die Finanzplanung für die kommenden beiden Jahre auf der Agenda. Dabei stehen die Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung und der weitere Abbau der Kassenkredite in Focus. Im Herbst wird Thorsten Stolz in seiner Eigenschaft als neuer Finanzdezernent des Kreises den Doppelhaushalt 2018/19 in den Kreistag einbringen.

Die Schwerpunkte der kommenden Monate
Mit Blick auf die kommenden Monate bekräftigt Landrat Stolz seine Schwerpunkte aus der Antrittsrede. Dazu zählt unter anderem der weitere Ausbau der medizinischen und pflegerischen Versorgung insbesondere an den Klinikstandorten Gelnhausen und Schlüchtern. Außerdem sollen zwei zusätzliche Pflegestützpunkte zur Beratung von Angehörigen in Hanau und Schlüchtern entstehen. Ein weiterer Baustein ist die Umsetzung eines kreiseigenen Stipendiums für Medizinstudenten zur Stärkung der Hausärzteversorgung im Main-Kinzig-Kreis.

Gemeinsam mit Susanne Simmler und Matthias Zach will er den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Sinne der rund 100.000 Pendler vorantreiben. „Die Einwohnerzahl in unserem Landkreis – und damit auch die Zahl der Pendler – wird in den nächsten Jahren weiter steigen“, ist Stolz überzeugt. Deshalb stehen die dringend benötigte Nordmainische S-Bahn, die Kapazitätserweiterung der Niddertalbahn, der Ausbau der A3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Hanau sowie der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen ganz oben auf der Agenda.

Für den Kreisausschuss werden die Investitionen in Schule, Bildung und Schulkinderbetreuung auch in den nächsten Jahren ohne Abstriche einen politischen Schwerpunkt darstellen. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf dem dringend notwendigen Ausbau der Ganztagsschule in all ihren Angeboten liegen. Ebenso wird die Schaffung und Förderung von bezahlbarem Wohnraum mit den betroffenen Kommunen – insbesondere im westlichen Teil des Kreises – weiter fortgesetzt.

Ein besonderes Anliegen ist für den neuen Landrat ein eigenes „Förderprogramm Ländlicher Raum“ unter anderem zur Reaktivierung leerstehender Immobilien und brachliegender innerörtlicher Flächen. „Hier wollen wir die bisherigen Anstrengungen weiter verstärken und gezielte Anreize auch für junge Menschen bieten“, so die Aussage von Stolz, Zach und Simmler.

Abschließend bekennen sich die drei Dezernenten auch für die Zukunft zur umfassenden kommunalen Daseinsvorsorge und der Verantwortung für die kreiseigenen Betriebe und Gesellschaften: „Ein attraktives Straßen- und Schienennetz, zeitgemäß ausgestattete Krankenhäuser, menschenwürdige Alten- und Pflegeeinrichtungen und Versorgungssicherheit mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen wie Wasser, Strom und Gas, aber auch die Bereitstellung von schnellen Internetbandbreiten betrachten wir als unsere gemeinsame Verantwortung.“

Selbstverständlich und unverzichtbar ist die weiterhin verlässliche Partnerschaft mit den rund 3.000 Vereinen, Verbänden und Organisationen, denn das freiwillige Engagement in den Vereinen gehöre zu den tragenden Säulen des Gemeinwesens in den 29 Städten und Gemeinden. „Als Landrat unterstütze ich die ehrenamtlich Tätigen deshalb aus vollster Überzeugung und nach besten Kräften“, so Stolz.

Dabei setzt er nicht nur im Kreisausschuss auf den Teamgedanken. Im ersten Gespräch mit den Amts- und Referatsleitern der Verwaltung hat er auch hier die gemeinsamen Ziele und Herausforderungen definiert und das kollegiale Miteinander in den Mittelpunkt gestellt. In den politischen Gremien erwartet er den Gestaltungswillen sowie ein sachbezogenes Zusammenwirken von Landrat, Kreisausschuss und Kreistag.

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