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Werfen gemeinsam einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Fleischerei Bien in Oberndorf (von links): Seniorchef Rudolf Bien, Landratskandidat Thorsten Stolz, Geschäftsführer Michael Bien und der Jossgründer Bürgermeister Rainer Schreiber

Stolz beeindruckt von Zusammenarbeit mit Landwirten: „Das ist gelebte Regionalität“

am 10.02.2017

Investition bringt Produktion auf neuesten Stand der Vorschriften und der Technik

Jossgrund / Main-Kinzig. Die Fleischerei Bien in Jossgrund-Oberndorf zählt zu der Hand voll Metzgereien in der Region, die noch ausschließlich selbst schlachtet. Mit einem Neubau für Schlachtung, Zerlegung, Reifung und Verpackung wappnete sich der Betrieb im vergangenen Jahr erfolgreich für die Zukunft: „Wir haben unsere Produktion auf den neuesten Stand der Vorschriften und Technik gebracht“, berichtete Seniorchef Rudolf Bien dieser Tage SPD-Landratskandidat Thorsten Stolz, der die in der dritten Generation geführte Familienmetzgerei besichtigte. Mit dabei: Jossgrunds Bürgermeister Rainer Schreiber und Michael Bien, der gemeinsam mit seinem Bruder Timo und Vater Rudolf die Geschäfte führt.

28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen bei der Fleischerei Bien das Motto „Genuss aus dem Spessart“ um – in der Produktion genau so wie hinter der Ladentheke der Oberndorfer Metzgerei, die Kunden nicht nur aus dem Spessart, sondern sogar bis aus Frankfurt in den Jossgrund zieht. „Wir verarbeiten nur Fleisch von regionalen Bauern, das ist unser Credo. Deshalb kennen wir auch alle Bauern, die uns Tiere liefern“, berichtete Rudolf Bien von der engen und langjährigen Beziehung zu Landwirten aus der Spessart-Region. Einige von ihnen beliefern die Metzgerei seit ihrer Gründung im Jahr 1950. Als nachhaltig agierende Fleischerei sei ihm und seinen Söhnen die Nähe und der persönliche Kontakt zu den Fleischerzeugern besonders wichtig: „Bei der Auswahl der Tiere achten wir besonders auf deren ökologische Aufzucht. Sie wachsen auf den Höfen unserer Landwirte auf und werden nur mit natürlichen Futter wie Gras, Heu und Getreide gefüttert“. Das Rindfleisch, das die Fleischerei Bien verarbeitet, stammt größtenteils von jungen Rindern, die noch nicht gekalbt haben.

„Das ist gelebte Regionalität“, zeigte sich Thorsten Stolz von dem Zusammenschluss der Metzgerei mit heimischen Landwirten beeindruckt. Wöchentlich verarbeiten Biens drei bis vier Rinder und 25 bis 30 Schweine. Zu den Spezialitäten der Jossgründer Fleischerei zählen naturgereifte Salami, Hausmacher Presskopp und Schinken, hergestellt nach alten überlieferten Rezepten. „Durch die Schlachtung vor Ort und die umgehende Fleischverarbeitung haben wir einen schnellen Durchlauf, der eine große Frische unserer Produkte garantiert“, nannte Rudolf Bien den entscheidenden Vorteil der Produktion aus einer Hand unter einem Dach.

„Mit 70 Prozent Anteil am Umsatz ist das Ladengeschäft unser Kerngeschäft“, berichtete Michael Bien. Die übrigen 30 Prozent Umsatz erzielt die Fleischerei mit Großkunden, darunter zum Beispiel eine Großbäckerei aus München. Dazu kommt ein beliebter und gut gehender Party-Service. „In der Grill-Saison kommen die Leute sogar aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Oberndorf, um unsere Grillspezialitäten zu kaufen. In unserem Service am Kunden, von der heißen Theke bis zum Dry Aged Beef, sehen wir auch zukünftig den Schwerpunkt in unserem Ladengeschäft an der Jossgründer Hauptstraße“, betont Michael Bien. Thorsten Stolz und Rainer Schreiber gefiel der spannende Blick hinter die Kulissen der Fleischerei sichtlich. Dank des Neubaus verfügt sie nun neben dem eigentlichen Schlachtbereich über 14 Kühlräume, einen Kochbereich, eine Räucheranlage, ein Gewürzlager und eine spezielle Salzreifekammer, in der das „Dry Aged Beef“ reift. „Eine solche Investition vor Ort ist für uns als ländliche Gemeinde natürlich ein absoluter Glücksfall“, betonte der Jossgründer Bürgermeister.

Thorsten Stolz teilte diese Einschätzung auch deshalb, weil in der Fleischerei Bien der Generationswechsel bereits erfolgreich in die Wege geleitet wurde. „Die Unternehmensnachfolge ist für Unternehmen oftmals eine große Herausforderung. Die Fleischerei Bien ist das Paradebeispiel eines gut gehenden Familienbetriebs und ich wünsche der nächsten Generationen alles Gute für die Zukunft“, betonte der Landratskandidat abschließend.

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