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Von links: Janet Emig, Regionalmanagement SPESSARTregional, Nicole Nefzger, Projektleitung RegioMarketing GmbH, Thomas Dickert, Geschäftsführer SPESSARTregional, Wolfgang Gröll, Newway

Regio.Dorf.Laden: Gut & Regional versorgt!

am 22.07.2016

Modellvorhaben zum Aufbau eines Nahversorgungsnetzwerkes mit regionalen Produkten

Main-Kinzig / Jossgrund / Aufenau. Regionale Produkte erfreuen sich bei Verbrauchern großer Beliebtheit, denn sie stehen für kurze Transportwege und regionale Wertschöpfung. Doch regionale Produkte sind nicht nur für Verbraucher attraktiv. Ein besonderes Regional-Sortiment, das es so im normalen Lebensmitteleinzelhandel nicht gibt, gut platziert im Dorfladen kann gerade für Nahversorger im ländlichen Raum eine Schlüsselrolle einnehmen und deren wirtschaftliche Existenz nachhaltig stärken. Doch noch ist die Zusammenarbeit zwischen Dorfläden und regionalen Erzeugern meist eher zufällig und es fehlt der logistische Rahmen. Diese Lücke will SPESSARTregional nun in Zusammenarbeit mit der Regio.Marketing GmbH mit dem Modellvorhaben „Regio.Dorf.Laden: Gut & Regional versorgt!“ schließen und bis Ende 2017 in der Region ein Nahversorgungsnetzwerk zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Dorfläden aufbauen und marktfähige regionale Produkte in den Dorfladen bringen. Ein Vorhaben, das vom Bundesprogramm Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft mit rund 100.000,- Euro gefördert wird.
Mit dem Förderbescheid in der Tasche, startete das Projekt nun exemplarisch im „Mittelpunkt Aufenau“. Der Dorfladen in Wächtersbachs größtem Stadtteil eröffnete vor rund einem Jahr und bezieht bereits jetzt einen Teil seines Angebots von regionalen Erzeugern. „Regionale Erzeugnisse werden stark nachgefragt“, berichtet Ladeninhaberin Simone Biennosek, „und unsere Kunden wissen den Wert dieser Produkte zu schätzen.“
Diese Nahversorger stehen im Mittelpunkt des Vorhabens. Deren Existenz und damit die Versorgung vor Ort sichern zu helfen, ist ein zentrales Anliegen des Verbandes SPESSARTregional. Wie eine Analyse vor rund zwei Jahren im Rahmen des Modellvorhabens „MORO- Regionale Daseinsvorsorge“ zeigte, ist die Versorgung in den über 100 Orts- und Stadtteilen der Region mit Waren des täglichen Bedarfs durch Ladengeschäfte und mobile Händler noch als gut einzustufen.
Doch die Situation der fußläufigen Versorgung, die insbesondere für die ältere Bevölkerung an Bedeutung gewinnt, ist schon heute nicht zufriedenstellend. Gleichzeitig sind Ladenstandorte in ihrer Existenz gefährdet. „Mit dem Vorhaben wollen wir die Nahversorger und Dorfläden in der Region unterstützen und damit das alltägliche Leben insbesondere in den kleinen Orten attraktiver machen“, so Thomas Dickert, Geschäftsführer von SPESSARTregional.
Ein Anliegen, das auch die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern verfolgt. Die Kammer hat bereits ein Beratungsangebot und einen Runden Tisch für Nahversorger ins Leben gerufen, um Ladeninhaber zu unterstützen, zu vernetzen und die Übernahme von Ladengeschäften attraktiv zu gestalten. Und so steht sie nun dem Vorhaben „Regio.Dorf.Laden: Gut & Regional versorgt!“ als Kooperationspartner zur Verfügung.
In einem ersten Schritt soll der Status quo in puncto Erzeugung und Verkaufswege regionaler Produkte analysiert werden. Auf ein gut funktionierendes Netzwerk regionaler Erzeuger und Manufakturen kann das Vorhaben bereits aufbauen. Die Initiative „Regionale Geschmacksvielfalt Kinzigtal & Spessart“ bietet ein breites Warenangebot regionaler Lebensmittel. Auf Grundlage der Bestandsanalyse wollen die Kooperationspartner ein Konzept zur Regionalisierung der Dorfläden entwickeln, neue Lieferanten akquirieren und effiziente Logistikstrukturen aufbauen. Und da die Platzierung im Sortiment allein nicht ausreicht, soll ein speziell auf die Dorfläden ausgerichtetes Kommunikationskonzept für regionale Produkte entwickelt werden. SPESSARTregional hat bereits Kontakt zu allen Nahversorgern und Dorfläden in der Region aufgenommen, um möglichst viele Mitstreiter für das Vorhaben zu gewinnen. „Die Ergebnisse des Projektes können auch Vorbild für andere Regionen zum Aufbau ähnlicher Nahversorgungsnetzwerke werden“, sagt Janet Emig, Regionalmanagerin von SPESSARTregional. In Kooperation mit dem Dorfladen-Netzwerk sollen diese Informationen einem Netzwerk aus über 80 Dorfläden im Bundesgebiet zur Verfügung gestellt werden.

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