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Zuschuss für den Erhalt eines Einzelkulturdenkmals: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreicht den Bescheid an Bürgermeister Andreas Weiher (Bildmitte)

"Eine „kleine, edle Perle“, die erhalten bleiben soll"

am 14.07.2016

Erste Kreisbeigeordnete übergibt Zuwendungsbescheid für altes Rathaus in Neudorf

Main-Kinzig / Neudorf. „Das Neudorfer Rathaus ist eine Perle, klein und edel. Sie hat es verdient, herausgeputzt zu werden und erhalten zu bleiben“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler vor rund 30 Wächtersbachern. Das alte Rathaus im Stadtteil Neudorf wird als Heimatmuseum genutzt; an ihm hat aber der Zahn der Zeit heftig genagt. Daher stehen nun umfangreiche Restaurationsarbeiten an, maßgeblich getragen von Ehrenamtlichen, denen Simmler ausdrücklich dankte.
Die Erste Kreisbeigeordnete machte den Aktiven des Heimat- und Geschichtsvereins Wächtersbach, Bürgermeister Andreas Weiher sowie den weiteren Gästen Mut. „Dieses schmucke Gebäude wird bestehen bleiben, wenn es Menschen gibt, die voll und ganz hinter den Sanierungsarbeiten stehen und wenn es die entsprechenden Hilfen gibt. Die helfenden Hände sehe ich in großer Zahl, für das Finanzielle habe ich etwas mitgebracht“, so Simmler, die eine Förderung in Höhe von rund 73.000 Euro an Bürgermeister Weiher überreichen konnte.
Die Zuwendung entstammt dem Dorferneuerungsprogramm, das für die Talgemeinden Hesseldorf, Weilers und Neudorf noch bis 2018 läuft. Bislang sind schon 17 Privatmaßnahmen in diesen drei Stadtteilen bewilligt und realisiert worden. Mit dem stark sanierungsbedürftigen Fachwerkhaus an der Straße Am Rosengarten steht ein besonders arbeitsintensives Projekt bevor, das ohne Zutun von ehrenamtlicher Seite schwerlich realisierbar wäre. „Das Schöne am Projekt Dorferneuerung ist aber gerade dies“, betonte Bürgermeister Andreas Weiher. „Es wird hier keine Schablone übergestülpt, sondern Mitglieder des Arbeitskreises und aus den Vereinen arbeiten das Individuelle und Ortstypische heraus.“
Bereits zu Beginn des Dorferneuerungsprogramms betonten Wächtersbacher Bürger die Notwendigkeit der Sanierung des alten Rathauses. Es sollte auch danach weiterhin als Heimatmuseum genutzt werden. Zunächst muss jedoch Bausubstanz teils grundhaft erneuert und ausgetauscht werden. Die Trägerschaft übernimmt eine Neudorfer Arbeitsgruppe in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach.
Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Arbeitsgruppe Heimatmuseum und die Arbeitskreismitglieder der Dorfentwicklung haben sich bereits bei der Untersuchung der Bausubstanz durch punktuelle Freilegungsarbeiten sowie in der Konzepterstellung mit den Planern und den Behörden in zahlreichen Stunden beteiligt. Auch für die nun anstehenden Umbau- und Sanierungsarbeiten haben die Ehrenamtlichen ihre Unterstützung zugesagt. „Das alte Rathaus steht als Einzelkulturdenkmal unter besonderem baulichen Schutz. Das macht die Arbeiten sicher nicht einfacher. Aber es gibt hier in Wächtersbach eine breite Unterstützung für diese Maßnahme, die in kulturhistorischer und städtebaulicher Sicht eine hohe Bedeutung besitzt“, sagte Simmler.

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